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Der Vor sitzende des Bundeswehrverbands, Ulrich Kirsch.

Bundeswehrverband für Freiwilligenarmee

Berlin - Der Bundeswehrverband hat sich für eine Umwandlung der Bundeswehr in einen Freiwilligenarmee ausgesprochen. Die Zukunft der Wehrpflicht ist auch bei den Bürgern umstritten.

“Vernünftig wird künftig eine freiwillige Wehrdienstzeit von etwa einem Jahr mit der Möglichkeit, um zwei Jahre zu verlängern. Danach kann man Zeit- oder Berufssoldat werden“, sagte der Vorsitzende Ulrich Kirsch der Berliner Tageszeitung “B.Z. am Sonntag“. Kirsch ging auf Überlegungen der Politik ein, die Wehrpflicht auszusetzen, sie aber nicht aus dem Grundgesetz zu streichen. Dies sei “ein Kompromiss, mit dem wir leben müssen“, sagte er.

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In einer Emnid-Umfrage im Auftrag des Nachrichtenmagazins “Focus“ sprachen sich 43 Prozent der Befragten für eine Abschaffung aus, 51 Prozent hingegen für eine Beibehaltung. Der Umfrage zufolge stellen die Anhänger der SPD mit 58 Prozent die entschiedensten Befürworter der Wehrpflicht dar. Bei der Union sind 52 Prozent gegen die Abschaffung, bei der FDP 54 Prozent. 42 Prozent der Sympathisanten von Bündnis 90/Die Grünen sprechen sich gegen eine Abschaffung aus, 51 Prozent der Linken-Anhänger. Für die Abschaffung der Wehrpflicht plädieren 40 Prozent der SPD-Anhänger, 41 Prozent von der Union, 46 Prozent von der FDP und je 48 Prozent von den Grünen und den Linken.

Wehrpflicht und Zivildienst

Wehrpflicht und Zivildienst

In der Politik wird seit Wochen über die Wehrpflicht diskutiert. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg will sie im Grundgesetz verankert lassen. Im Rahmen der angekündigten Bundeswehrreform wird aber über eine Aussetzung des Wehrdienstes nachgedacht.

apn

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