Erstmals seit mehr als 50 Jahren kommt mit der Alternative für Deutschland wieder eine Rechtsaußenpartei in den Bundestag. Foto: Kay Nietfeld
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Erstmals seit mehr als 50 Jahren kommt mit der Alternative für Deutschland wieder eine Rechtsaußenpartei in den Bundestag. Foto: Kay Nietfeld
Nach den ersten Hochrechnungen gingen in mehreren Städten AfD-Gegner auf die Straße. Foto: Andreas Arnold
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Nach den ersten Hochrechnungen gingen in mehreren Städten AfD-Gegner auf die Straße. Foto: Andreas Arnold
Alice Weidel verspricht: "Jetzt müssen wir liefern - und jetzt werden wir liefern." Foto: Julian Stratenschulte
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Alice Weidel verspricht: "Jetzt müssen wir liefern - und jetzt werden wir liefern." Foto: Julian Stratenschulte
Angela Merkel bezeichnete den Einzug der AfD ins Parlament als große Aufgabe. Die Union wolle die Wähler zurückgewinnen. Foto: Jörg Carstensen
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Angela Merkel bezeichnete den Einzug der AfD ins Parlament als große Aufgabe. Die Union wolle die Wähler zurückgewinnen. Foto: Jörg Carstensen
Die AfD ist im Osten Deutschlands zweistärkste Partei geworden - bei den ostdeutschen Männern schnitt die Partei sogar am besten ab. Foto: Christian Charisius
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Die AfD ist im Osten Deutschlands zweistärkste Partei geworden - bei den ostdeutschen Männern schnitt die Partei sogar am besten ab. Foto: Christian Charisius

#87Prozent

AfD-Gegner demonstrieren in Großstädten

Der Einzug der AfD in den Bundestag hat hunderte Menschen auf die Straße gebracht. In Berlin, Hamburg, Frankfurt und Köln demonstrierten sie auf Kundgebungen weitgehend friedlich gegen die Partei. Hoch her ging es auch in den sozialen Netzwerken.

Berlin (dpa) - Hunderte Menschen haben nach der Bundestagswahl in mehreren Großstädten gegen die rechtsnationale AfD protestiert. Die Partei zieht vorläufigen Hochrechnungen zufolge mit mehr als 13 Prozent der Stimmen als drittstärkste Kraft erstmals in den Bundestag ein.

Vor dem Gebäude der AfD-Wahlparty am Alexanderplatz in Berlin versammelten sich rund 1000 Menschen. Sie versuchten mit lauten Pfiffen die Veranstaltung zu stören und riefen Parolen wie "Haut ab, haut ab" und "AfD Rassistenpack".

Trotz eines Flaschenwurfs wurde die Lage von der Polizei insgesamt als eher friedlich eingeschätzt. Eine Frau sei nach einem Eierwurf aus der Menge gezogen und in Gewahrsam genommen worden, sagte ein Sprecher.

Auch in Köln, Hamburg und Frankfurt kamen Menschen zu Anti-AfD-Kundgebungen zusammen. In der Main-Metropole zogen nach Angaben der Polizei rund 800 Menschen durch die Innenstadt. Zu Zwischenfällen kam es nicht. In Köln waren es 400 Anti-AfD-Demonstranten, die einen angemeldeten Protestzug durch die Innenstadt veranstalteten. Auch hier blieb es friedlich. Ebensoviele Demonstranten waren es in Hamburg.

Im Internet äußerten zahlreiche Menschen auf Twitter ihren Unmut über das starke Ergebnis der rechten Partei: Der Hashtag #fckafd tauchte in den Twitter-Trends zeitweise unter den ersten fünf Plätzen auf. Unter #87Prozent äußerten sich diejenigen, die sich selbst zu den 87 Prozent der Wähler zählten, die nicht die AfD gewählt haben.

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