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Arm in Arm mit dem Innenminister: Bushido (l., noch keine Partei) und Hans-Peter Friedrich ( CSU, r.).

Neue Koalitionspartner?

Rüpel-Rapper bandelt mit Innenminister an

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Berlin - Bushido will eine eigene Partei gründen. Bei einem Sommerfest knüpfte der Rüpel-Rapper Kontakte zur Berliner Politik-Elite - besonders gut verstand er sich mit Innenminister Friedrich (CSU).

Fast schon vertraut wirkt das Foto von Bushido und Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU). Mit dem Arm auf den Schultern des Rüpel-Rappers posiert der CSU-Politiker für die Fotografen beim Sommerfest des Parlamentskreises Mittelstand von CDU/CSU, zu dem auch Bushido eingladen war. Nach dem Fest veröffentlichte der Rapper das Foto stolz über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Bushido verfolgt während seines Praktikums einer Regierungserklärung der Kanzlerin.

Dezeit absolviert Bushido ein Praktikum im Deutschen Bundestag. Der Musiker will eine Woche lang im Büro des mittelstandspolitischen Sprechers der CDU, Christian Freiherr von Stetten, Einblick in die Arbeit eines Abgeordneten nehmen, wie die Tageszeitung „B.Z.“ am Mittwoch berichtete. „Er hat seinen Schreibtisch in meinem Büro, wie andere Praktikanten auch“, sagte von Stetten. „Er ist hochinteressiert und hochintelligent“. Der 33-Jährige Rapper gab vor Kurzem bekannt, dass er eine politische Karriere anstrebt und eine eigene Partei gründen will. Ein Name dafür stehe zwar noch nicht fest, doch hat Bushido ein großes Ziel: Er will Regierender Bürgermeister von Berlin werden. Ob er sich mit Innenminister Friedrich und der konservativen CSU etwa eine Koalition vorstellen könnte?

Zumindest scheint Bushido die politische Richtung seiner neuen Partei langsam abstecken zu wollen. Als politisches Vorbild nannte er etwa Altkanzler Gerhard Schröder und der Piratenpartei steht er skeptisch gegenüber. „Die Piraten sind für mich keine Partei“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Es sei „eine ganz große Frechheit“, überhaupt darüber zu diskutieren, das Urheberrecht aufzuweichen. „Das ist so, als wenn du die Straße runterläufst, und dann kommt einer, der deine Tasche nimmt, sie öffnet, "Geil, Lippenstift!" sagt, den Lippenstift einsteckt, dir die Tasche zurückgibt und weitergeht.“

Auf eigene Verstöße gegen das Urheberrecht angesprochen, sagte Bushido, dafür habe er „zu Recht die Konsequenzen getragen“. „Das ist Gesetz und soll auch so bleiben.“

lot/dpa/dapd

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