+
Sauer auf die Koalitionspartner in spe: FDP-Mann Wolfgang Kubicki (rechts).

Große Sondierungsteams

Jamaika ade? FDP ätzt gegen Union und Grüne

Jamaika scheint die einzige Option für eine Regierungsbildung zu sein. Doch FDP, CDU/CSU und Grüne sind sich nicht einig. Vor allem die Liberalen schießen quer.

Berlin - Die FDP hat die Größe der Teams kritisiert, mit denen CDU, CSU und Grüne in die Sondierungsgespräche zu einer Jamaika-Koalition gehen wollen. Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki sagte in einem am Mittwoch veröffentlichten Gespräch dem Magazin „Focus“: „Ich halte es für einen Kardinalfehler, in den Verhandlungsrunden in Kompaniestärke anzutreten. Das ist nicht vertrauensbildend und keine Grundlage für gute und vertrauliche Verhandlungen.“ Kubicki, der in Schleswig-Holstein im Frühjahr eine Jamaika-Koalition mitverhandelt hat, betonte, nötig seien „Sondierungsgespräche im kleinen Kreis. Sonst wird es schwer, eine vernünftige Grundlage für erfolgreiche Verhandlungen zu finden“. CDU und CSU wollen in die nächste Woche beginnenden Sondierungsgespräche insgesamt 28 Politiker entsenden, die Grünen 14. Die FDP will dagegen lediglich mit einem halben Dutzend Personen teilnehmen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Seehofer geht als CSU-Chef - und will Innenminister bleiben
Das Rückzugsmanöver von CSU-Chef und Bundesinnenminister Seehofer erinnert deutlich an das von CDU-Chefin und Kanzlerin Merkel: Rückzug auf Raten. Ob er das durchhält?
Seehofer geht als CSU-Chef - und will Innenminister bleiben
Ex-Stoiber-Berater schimpft über Seehofers „Realitätsverlust“ und folgert: „Merkel muss ihn feuern“
Horst Seehofer will den CSU-Vorsitz aufgeben. Ex-Stoiber-Berater Michael Spreng fordert: Kanzlerin Merkel muss Seehofer jetzt feuern. Der News-Ticker.
Ex-Stoiber-Berater schimpft über Seehofers „Realitätsverlust“ und folgert: „Merkel muss ihn feuern“
Affäre um hohe AfD-Parteispende: Bundestag will Aufklärung
2017 zog die AfD mit satten 12,6 Prozent in den Bundestag ein - nun kommt raus: Kurz zuvor hatte der AfD-Kreisverband Bodensee eine - womöglich illegale - Großspende aus …
Affäre um hohe AfD-Parteispende: Bundestag will Aufklärung
Atomenergiebehörde: Iran hält Atomabkommen weiter ein
Der Iran bleibt offenbar bei seiner unaufgeregten Linie im Atomstreit mit den USA. Trotz neuer Sanktionen deutet alles darauf hin, dass sich der Gottesstaat weiterhin an …
Atomenergiebehörde: Iran hält Atomabkommen weiter ein

Kommentare