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Auch in Frankreich ist mit Marine Le Pen eine Frau an der Spitze einer namhaften, rechtspopulistischen Partei.

Rechtsextreme auf dem Vormarsch 

Cameron: Sieg Le Pens wäre „schwerer Schlag“ für Europa 

Paris - Mit Marine Le Pens Präsidentschaftskandidatur erstarkt auch in Frankreich der rechte, politische Rand.  Ein Sieg der Rechtspopulistin entspräche David Cameron zufolge einem „schweren Schlag für Europa“. 

Ein Sieg der französischen Front-National-Chefin Marine Le Pen bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich wäre nach Ansicht des früheren britischen Premierministers David Cameron ein "schwerer Schlag" für Europa. Falls Le Pen sich bei der Präsidentschaftswahl im Frühjahr durchsetzen würde, "wäre das eindeutig ein sehr schwerer Schlag für das europäische Projekt", sagte Cameron am Samstag bei einer Konferenz in Neu Delhi.

Alle Hoffnung ruht auf der politischen Mitte

Er hoffe aber darauf, dass eine der Parteien aus der politischen Mitte in Frankreich den Sieg davontragen werde. Bei der Präsidentenwahl hat die Chefin der rechtsextremen Front National gute Chancen, in die Stichwahl zu kommen. Für die Konservativen wird der frühere Regierungschef François Fillon antreten; der amtierende sozialistische Präsident François Hollande hatte am Donnerstag seinen Verzicht auf eine Kandidatur für eine zweite Amtszeit erklärt.

Cameron bedauert den Brexit

Der ehemalige Premierminister äußerte nochmal seinen Unmut über die Tatsache, dass seine Landsleute bei dem Referendum im Juni für den Austritt Großbritanniens aus der EU stimmten. "Ich glaube noch immer, dass es für Großbritannien besser gewesen wäre, in der EU zu bleiben", sagte Cameron, der nach dem Brexit-Votum zurückgetreten war. Cameron selbst hatte das Referendum angesetzt.

Die Erfolge "populistischer" und "ziemlich extremer politischer Parteien" in Europa seien nicht gleichbedeutend mit einem Ende der Globalisierung, sagte Cameron. Es gebe anhaltend Bedarf an freiem Handel, Reisen, Technologie und Innovation.

AFP

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