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Seit März 2017 ist die Verwendung von Cannabis als Medikament in bestimmten Fällen legal.

Dennoch werden viele Therapien abgelehnt

Cannabis-Patienten in Deutschland im fünfstelligen Bereich

Seit März 2017 ist das Cannabis-Gesetz in Kraft. Zwischen 12 000 und 14 000 Patienten werden gegenwärtig aus medizinischen Gründen mit Cannabis versorgt.

Bremen - Bundesweit werden derzeit zwischen 12 000 und 14 000 Patienten aus medizinischen Gründen mit Cannabis versorgt. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Antwort des Bremer Senats auf eine parlamentarische Anfrage der FDP hervor, für die die größeren Landesverbände der gesetzlichen Krankenkassen befragt wurden.

Ablehnungsquote bei 30 bis 35 Prozent

Die bundesweite Patientenzahl ergebe sich aus den Abrechnungsdaten der Kostenträger und beziehe sich auf den Zeitraum ab 2017, hieß in der Antwort. Im März 2017 trat das Cannabis-Gesetz in Kraft. Die Zahl der Patienten entspreche der Zahl der positiv beschiedenen Anträge der gesetzlichen Krankenkassen. Die Ablehnungsquote liege bei 30 bis 35 Prozent.

Abgelehnt wurden Anträge unter anderem deshalb, weil keine schwere Erkrankung vorlag, alternative Therapien noch nicht ausgeschöpft waren oder eine Kontraindikation festgestellt wurde. Dazu gehöre zum Beispiel eine Suchterkrankung wegen Alkohol, Drogen oder Medikamenten.

dpa

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