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Merz stellt sein Team vor: Zwei Überraschungen an Bord - Röttgen findet Ansatz komplett falsch

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Von: Bettina Menzel

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Friedrich Merz auf dem CDU-Parteitag 2019
Friedrich Merz bewirbt sich als Parteichef der CDU. Am Dienstag will er das Führungsteam vorstellen (Archivbild). © picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Friedrich Merz bewirbt sich als Parteichef der CDU. Am Dienstag will er sein Führungsteam vorstellen – sein Konkurrent Röttgen wirft ihm mangelnden „Gemeinschaftsgeist“ vor.

Update vom 16. November, 15.20 Uhr: Friedrich Merz hat in diesen Minuten einen Teil des Teams vorgestellt, mit dem er im Fall seiner Wahl zum CDU-Parteichef arbeiten will. Merz möchte die Satzung ändern, sodass auch ein stellvertretender Generalsekretär ernannt werden kann. Damit gäbe es eine Teamlösung.

Sollte Merz CDU-Parteichef werden, hätte er dann das Vorschlagsrecht für zwei Positionen. Merz nannte Mario Czaja aus Berlin als Generalsekretär seiner Wahl. Sollte die Satzungsänderung verabschiedet werden, soll die 34-jährige Christina Stumpp aus Baden-Württemberg die stellvertretende Generalsekretärin werden.

„Die CDU steht vor neuen Aufgaben und Herausforderungen“, sagte Merz. „Wir müssen uns inhaltlich neu aufstellen.“ Als wichtiges Thema für die Zukunft nannte er unter anderem soziale Gerechtigkeit. Hier gebe es bei der CDU derzeit Schwächen.

Erster CDU-Chef-Streit: Merz stellt sein „Team“ vor - Röttgen findet Ansatz komplett falsch

Erstmeldung vom 16. November: Berlin - Der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz bewirbt sich als CDU-Chef. Nach seiner Nominierung am Montag will er am Dienstagnachmittag einen Teil seines Teams vorstellen. Konkurrent Norbert Röttgen kritisierte die Pläne aber schon vorab scharf.

Am Montagabend hatte der Vorstand des CDU-Kreisverbands Hochsauerland Friedrich Merz offiziell als Kandidaten für den Posten des Parteivorsitzenden nominiert. Es ist das dritte Mal, dass sich der Wirtschaftsexperte als Parteichef bewirbt. Politikbeobachter rechnen ihm dieses Mal gute Chancen aus. Besonderen Rückhalt bekommt der Politiker aus Thüringen und in Sachsen-Anhalt.

CDU-Chef gesucht: Röttgen kritisiert Merz-Plan

Am Dienstag um 15.00 Uhr plant Merz das Team vorzustellen, mit dem er die CDU neu aufstellen will. Dieses Vorgehen kritisierte sein Konkurrent Norbert Röttgen gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Dass Merz mit einem mehrköpfigen Team antrete, scheine ihm mit Blick auf den Gemeinschaftsgeist in der Partei kein „methodisch so richtiger Ansatz zu sein“, sagte Röttgen am Dienstag. Es könne „nur ein Team CDU“ geben „und nicht irgendwie Team Vorsitzender und andere sind nicht Team Vorsitzender“.

Mit Spannung wird erwartet, wen Friedrich Merz am Dienstagnachmittag als Kandidatin oder Kandidaten für das Amt des Generalsekretärs vorschlägt. Röttgen hatte bereits vergangene Woche angekündigt, im Falle seiner Wahl die 39-jährige Bundestagsabgeordnete Franziska Hoppermann aus Hamburg als Generalsekretärin vorzuschlagen.

CDU: Erstmals stimmen Mitglieder über Parteivorsitz ab

Nach dem schlechtesten Bundestagswahl-Ergebnis in der Geschichte der Partei will die CDU eine umfassende Neuaufstellung. Die ehemalige Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer und Noch-Finanzminister Peter Altmaier machten daraufhin den Weg für einen Generationenwechsel bereits frei.

Friedrich Merz tritt bei der Wahl zum Parteivorsitzenden gegen den geschäftsführenden Kanzleramtsminister Helge Braun und den ehemaligen Bundesumweltminister Norbert Röttgen an. Die Bewerbungsfrist für den Posten endet am Mittwoch um 18.00 Uhr. Erstmals in der Geschichte der CDU sollen die 400.000 Parteimitglieder über ihren künftigen Vorsitzenden abstimmen. Nach Informationen der dpa ist ein Format für Internet und Fernsehen angedacht, bei dem sich die Bewerber den Mitgliedern vorstellen. Am 4. Dezember startet die Mitgliederbefragung. Der Vorstand soll dann den Kandidaten mit der absoluten Mehrheit formell dem Parteitag vorschlagen. (bm/dpa)

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