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Merkur-Politik-Redakteur Christian Deutschländer.

Kommentar

CDU-General Tauber in der Kritik: Leider uncool

München - Peter Tauber sorgte mit seiner Attacke auf FDP-Chef Lindner für Aufsehen. Sein Rechtsaußen-Vergleich ist ihm allerdings ordentlich missglückt, wie so vieles, meint Merkur-Redakteur Christian Deutschländer.

Generalsekretäre sind seltsame Zwitterwesen: Sie dürfen grob holzen, sollen polarisieren – und müssen andererseits als Strategen und Modernisierer ihre Parteien weise in die Zukunft führen. CDU-General Peter Tauber hat mit seiner verbalen AfD-Wut-Attacke auf FDP-Chef Lindner kalkuliert versucht, Teil I der Stellenbeschreibung gerecht zu werden. Das ist missglückt. Weil Vergleiche mit ganz Rechtsaußen, dies- oder jenseits des demokratischen Spektrums, fast immer missglücken.

Einem jungen Generalsekretär ist das bei einem Einzelfall zu verzeihen. Taubers Problem ist aber: Er wird viel zu selten wahrgenommen; als Einpeitscher nicht, als Stratege erst recht nicht. Im Gegenteil: Unter Tauber wurde der konservative Markenkern der CDU ausgewaschen, abzulesen an der Verunsicherung der Partei und ihrem Niedergang in den Ländern. Die Flüchtlingspolitik seiner Parteivorsitzenden Merkel hat er ohne Zucken mitzutragen, keine Frage. Er hat das aber nicht durch konservative Profilierung auf anderen Feldern begleitet.

Nicht mal moderner wurde die CDU. Als Tauber ins Amt kam, staunte die Republik wohlwollend über diesen jungen Mann: Star-Wars-Fan und so enorm Internet-affin. Auch das ist verflogen. Tauber, das seltsame Twitterwesen, hat die CDU nicht cooler gemacht, nur blasser.

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