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Jens Spahn  will das Vertrauen der Wähler zurückbekommen.

"Ich will die AfD überflüssig machen"

CDU-Hoffnungsträger: Ist das der kommende Kanzler?

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Berlin - Die Kanzlerfrage treibt die Parteien um. Die CDU dümpelt in Umfragen an der 30-Prozent-Marke herum. Jetzt kommt ein neuer Hoffnungsträger ins Spiel: Jens Spahn will die Partei zurück auf Kurs bringen.

Jens Spahn ist erst 36 Jahre alt und schon jetzt Aufsteiger in der CDU. Der Guardian bezeichnet ihn als den Mann, der Angela Merkel als Kanzler ersetzen könnte. Spahn der künftige Kanzler? Im Interview mit der Bild sagt er dazu: „Frei nach Obelix: Die spinnen, die Briten!“

Doch so abwegig ist das vielleicht gar nicht. Spahn hat eine klare Vorstellung, wie die CDU in den Umfragen wieder bessere Ergebnisse erzielen kann - zwischenzeitlich lag die Partei bei 29,5 Prozent, im Wahltrend von Stern und RTL erreicht sie aktuell wieder etwas über 30 Prozent.

Spahn will AfD überflüssig machen

Der Bild gegenüber äußert Spahn, dass die CDU den Wählern wieder zeigen müsse, dass sie einen klaren Kurs hat, dass sie sturmfest ist, nicht sturköpfig. So könne man das Vertrauen der Wähler zurückgewinnen.

Vor allem in der Flüchtlingspolitik sei Konsequenz gefragt. Der AfD erteilt Spahn dabei eine klare Absage:  "Ich will nicht mit der AfD koalieren, ich will sie überflüssig machen", so Spahn.

Jens Spahn ist in Ottenstein (Niedersachsen) aufgewachsen. Der 36-Jährige ist gelernter Bankkaufmann und hat per Fernstudium einen Bachelor in Politikwissenschaft gemacht. 1997 ist er in die CDU eingetreten und seit 2005 Kreisvorsitzender der CDU in Borken. 

Im Bundestag sitzt Spahn seit 2002 und ist inzwischen gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen tätig. In seiner Freizeit fährt Spahn gerne Motorrad. 

Kanzlerfrage macht Union nervös

Merkel selbst hat sich bisher nicht geäußert, ob sie erneut antreten will. Ihr Zögern und die fehlende Unterstützung durch CSU-Chef Horst Seehofers mache die Union „ziemlich nervös", kommentierte SPD-Generalsekretärin Katarina Barley der "Welt" vergangene Woche.

In der SPD ist die Kanzler-Frage ebenfalls ein heißes Thema. Sigmar Gabriel und Martin Schulz sind im Gespräch. Einigkeit darüber herrscht aber keineswegs.

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