Fernbus nach Berlin auf Autobahn verunglückt - viele Verletzte

Fernbus nach Berlin auf Autobahn verunglückt - viele Verletzte

Vergeltungszölle auf US-Produkte

CDU hofft auf neuen Handelspakt mit USA: „Trump reagiert nur auf Druck“

Die CDU hofft im Europaparlament auf Bewegung hin zu einem neuen Handelspakt mit den USA. CDU-Politiker Daniel Caspary will ein Gegenzeichen setzen und für weltweit offene Märkte eintreten.

München - Nach der Ankündigung von EU-Vergeltungszöllen gegen die USA hofft die CDU im Europaparlament auf Bewegung hin zu einem umfassenden Handelsabkommen mit Washington. Dabei solle es nicht nur um Zölle, sondern auch um andere Handelshemmnisse gehen, sagte CDU-Gruppenchef Daniel Caspary der Deutschen Presse-Agentur.

Die EU-Kommission plant für Anfang Juli höhere Zölle auf US-Produkte wie Whiskey, Jeans oder Motorräder als Vergeltung für US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium. Dafür gebe es im Parlament breite Unterstützung, sagte Caspary. „Meine Erfahrung ist, Präsident Trump reagiert wenn überhaupt, dann auf Druck, den die Europäer aufbauen. Und ich halte die Maßnahmen, die die Kommission vorgeschlagen hat, für sehr, sehr sinnvoll.“

Caspary will ein Gegenzeichen setzen

Trotzdem müsse Europa darüber hinaus gehen und eine eigene Handelsagenda durchsetzen. Die Freihandelsabkommen mit Japan, Singapur und Vietnam müssten möglichst rasch ratifiziert und schon Anfang 2019 in Kraft gesetzt werden, sagte der CDU-Politiker. Zudem müssten Verhandlungen mit Australien und Neuseeland starten. Dann würde nicht nur ein Gegenzeichen gesetzt, „sondern wir hätten auch gezeigt, wir machen etwas anderes und treten für weltweit offene Märkte ein.“

Lesen Sie auch: SPD-Chefin fordert „Europe United“

Im günstigsten Fall könnte Europa die USA zu einem neuen Handelspakt nach dem Muster des gescheiterten Abkommens TTIP bringen, meinte Caspary. „Das können wir doch dann umbenennen in Trump-TIP oder es wird dann ein Tremendous-Trump-TIP-Agreement.“

Autozulieferer fordern Angebot von Trump

Autozulieferer fordern nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitag) ein deutliches Signal an Trump - aber nicht in Form von Vergeltungszöllen. „Ich bin der Meinung, dass man in den Verhandlungen etwas anbieten muss“, sagte Wolf-Henning Scheider, Vorstandschef von ZF Friedrichshafen. Die EU könnte Importzölle von 10 Prozent auf US-Autos abschaffen. Auch andere Autozulieferer und der Branchenverband VDA plädierten für Deeskalation.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Christo ph Schmidt

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Spurwechsel“ für abgelehnte Asylbewerber: Droht ein neuer Unions-Streit? 
Die CSU wendet sich gegen den Vorstoß von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, bestimmten abgelehnten Asylbewerbern einen Weg auf den Arbeitsmarkt zu …
„Spurwechsel“ für abgelehnte Asylbewerber: Droht ein neuer Unions-Streit? 
FDP-Politiker legen Verfassungsbeschwerde gegen bayerisches Polizeigesetz ein
Droht Horst Seehofer das Scheitern eines Projekts? Diesmal geht es um die Polizeigesetze in Deutschland - ein Bundestags-Gutachten watscht nun teilweise das bayerische …
FDP-Politiker legen Verfassungsbeschwerde gegen bayerisches Polizeigesetz ein
NRW-Minister Stamp „zutiefst enttäuscht“ von Seehofer - schon sieben rechtswidrige Abschiebungen 2018
Der Fall Sami A. sorgt für Empörung. Im Blickpunkt: Horst Seehofer. FDP-Vize Kubicki rügt „unglaubliches Versagen“. Die zuständige Richterin sieht „die Grenzen des …
NRW-Minister Stamp „zutiefst enttäuscht“ von Seehofer - schon sieben rechtswidrige Abschiebungen 2018
Militärparade in Washington: Trumps Wunsch verschoben 
US-Präsident Donald Trump muss sich mit der von ihm sehnlich gewünschten Militärparade in Washington wohl noch gedulden.
Militärparade in Washington: Trumps Wunsch verschoben 

Kommentare