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CDU-Neustart? Klöckner soll neuen hohen Posten bekommen - „Wunsch von Merz“

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Von: Florian Naumann

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Friedrich Merz und Julia Klöckner (vorne re.) sitzen im Bundestag.
Friedrich Merz und Julia Klöckner (vorne re.) im Bundestag. © Chris Emil Janssen/Imago

Die CDU stellt sich neu auf - allerdings werden wohl so einige bekannte Gesichter dabei sein. Vorgesehen ist offenbar unter anderem Ex-Ministerin Julia Klöckner.

Mainz/Berlin - Nach der Bundestagswahl hatte Ex-Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) Konsequenzen gezogen: Sie kündigten ihren Rückzug vom Amt als rheinland-pfälzische CDU-Chefin an. Auf bundespolitischer Ebene mischt Klöckner aber weiter voll mit - bald vermutlich sogar mit einem neuen herausgehobenen Amt. Sie soll neue Schatzmeisterin der CDU werden.

CDU: Merz‘ Wunsch? Klöckner soll wohl neue Schatzmeisterin werden

Der Vorstand der rheinland-pfälzischen CDU nominierte die 49-Jährige am Donnerstagabend für den Posten, wie die Landespartei am Freitag mitteilte. Damit sei der Landesvorstand „auch dem Wunsch des designierten CDU-Bundesvorsitzenden Friedrich Merz“ gefolgt.

Aktueller Schatzmeister der CDU ist Philipp Murmann. Er hat das Amt seit 2014 inne. Die neue CDU-Führung wird auf einem digitalen Parteitag am 21. und 22. Januar gewählt werden - zur Disposition steht der gesamte Vorstand. Neben Klöckner hat die Rheinland-Pfalz-CDU drei weitere Vertreter für die Vorstandswahlen nominiert: Die Bundestagsabgeordneten Johannes Steiniger und Mechthild Heil und den Landtagspolitiker Dennis Junk.

Merz hatte im Dezember die erste Mitgliederbefragung der Partei zum künftigen Vorsitz für sich entschieden. Formal muss aber auch er erst noch vom Parteitag gewählt werden. Merz übernimmt die Nachfolge von Armin Laschet, der nach seinem Wahldebakel als Parteichef und Kanzlerkandidat schließlich doch noch seinen Rückzug eingeleitet hatte.

CDU: Klöckner bleibt Spitzenkraft - Neuwahl in Rheinland-Pfalz steht noch aus

Klöckner wiederum hatte zuletzt auch in der Unions-Fraktion einen neuen Posten erhalten: Sie ist in der neuen Legislatur Vorsitzende der Fraktionsarbeitsgruppe zum Thema Wirtschaft. Gewählt wurde sie allerdings nur mit 68,5 Prozent der Stimmen - ein eher bitteres Ergebnis.

Und auch Chefin der Rheinland-Pfalz-CDU ist die frühere Bundesministerin nach wie vor. Das allerdings nur auf Zeit: Die Landespartei hat den Wahlparteitag von November 2021 auf März 2022 verschoben. Man wolle „den Mitgliedern landesweit die gewünschte notwendige Zeit einräumen, um offen über inhaltliche und personelle Weichenstellungen zu beraten“, hieß es im Oktober. Der rheinland-pfälzische CDU-Landtagsfraktionschef Christian Baldauf zeigte bereits Interesse an dem Posten. Er zieht sich dafür auch aus dem Bundesvorstand der Partei zurück. (AFP/fn)

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