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So macht sich „Die Partei“ über Jens Spahn lustig

CDU-Machtkampf

Satirepartei haut Jens Spahn mit eigenem Imagevideo in die Pfanne

„Stark überbewertet“ - in einer bissigen Parodie seines eigenen Video bekommt Jens Spahn jetzt einige Breitseiten ab. Sogar wie einen Wahlkampf für einen Konkurrenten um den CDU-Parteivorsitz lassen die Macher das Video am Ende aussehen. 

München - Es sieht aus wie ein Werbevideo für Jens Spahn, klingt wie ein Werbevideo für Jens Spahn und auch der Teaser beginnt wie Werbung für Jens Spahn: „Sehr gut“ nennt ein Facebook-Post den angehenden Kandidaten auf den CDU-Parteivorsitz im zugehörigen Text unter dem Video. Geteilt wird tatsächlich das Video, mit dem Jens Spahn am Donnerstag selbst für sich geworben hat.

Aber: Der Beitrag stammt von keinem Sympathisanten, sondern der Satirepartei „Die Partei“ - und die findet Jens Spahn nicht wirklich „sehr gut“ - sondern nur: „Spahn ist sehr gut für Spahn.“ Und das Video lassen sie auch nicht unverändert stehen.

„Die Partei“ macht sich über Imagevideo von Jens Spahn lustig

In der Ursprungsversion wechselten sich Hochglanzbilder mit Interviewaufnahmen von Spahn ab, der amtierende Umweltminister nannte die CDU das „Herz unserer Demokratie“, das an Kraft verloren habe. Anschließend garniert Spahn diese These mit einigen Wahlkampfslogans und Worthülsen, die Schlagworte wie „Familien“, „Kraft“ und „Europa“ werden im Video eingeblendet, ganz zum Schluss prangt ein „#Spahn“ ganz allein auf dem Bildschirm.

Die Idee schien der „Partei“ dabei gut zu gefallen - nur der Inhalt hat die Satiriker nicht so angesprochen. Bilder, Hintergrundmusik und einige Einblendungen bleiben bestehen, aber werden ergänzt: Als Spahn etwa sagt, die CDU sei das Herz unserer Demokratie, ist auf dem Bildschirm zu lesen: „Das glaube nicht mal ich.“ Und die Behauptung, dieses Herz habe an Kraft verloren, kommentiert das Video knapp mit „Heul“. 

Spahn sagt: „Zusammen können wir wieder stark werden.“ Für „Die Partei“ heißt das: „Stark überbewertet“ und „stark überschätzt“. An Spitzen gegen Spahn spart das Video nicht. „Fck Geringverdiener“, „Ich mag mich“ oder „Rumsitzen in fetten Autos“ muss er dabei über sich ergehen lassen, genau so wie „Labern“ oder ein mit Herz versehenes „Lobbyismus“. 

Dabei ist die „Partei“ nicht allein: Schon „Die Zeit“ hatte sich über das Imagevideo von Jens Spahn lustig gemacht. Einen Lacher hat sich das Video ganz für den Schluss aufgehoben. Wie im Original erscheint am Ende eine klare Wahlempfehlung - doch es ist nicht „#Spahn“, wie zu erwarten wäre. Stattdessen heißt es dort: „#Merz“ - gemeint ist natürlich der Ex-Parteivorsitzende Friedrich Merz. Neben Spahn ist er der zweite aussichtsreiche Kandidat vom konservativen CDU-Parteiflügel

Für den liberaleren Flügel der CDU geht Generalsekretärin Annegret „AKK“ Kramp-Karrenbauer ins Rennen.

chp

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