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CDU-Abgeordneter sorgt in Sexismus-Interview für peinlichen Eklat

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Von: Marcel Görmann

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In einem Interview mit dem WDR über Sexismus ließ der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Heilmann einen Satz fallen, der ihm viel Kritik einbringt.

Berlin - Der frühere Berliner Justizsenator und heutige Bundestagsabgeordnete Thomas Heilmann (CDU) sorgte in einem Interview mit dem WDR für einen Sexismus-Eklat. Dabei ging es in dem Interview genau darum, was die Politiker tun, um sexistische Sprüche von anderen Männern zu unterbinden. 

„Sie dürfen alles anfassen!“

Heilmann nahm teil an der Befragung für das Projekt „Docupy“ vom WDR. Vor Beginn der Aufzeichnung wollte der CDU-Politiker sein Hemd und Sakko richten, hatte jedoch keinen Spiegel um sich zu betrachten. „Ich sehe das ja nicht, deswegen müssten sie mir da irgendwie assistieren, bitte“, forderte der 53-Jährige daraufhin die Maskenbildnerin auf. Diese beugte sich zu dem auf einem Stuhl sitzenden Bundestagsabgeordneten herüber und richtet seinen Kragen. Daraufhin ließ Heilmann vor der laufenden Kamera süffisant-grinsend den Satz fallen: „Sie dürfen alles anfassen!“ 

Der Satz fällt am Ende des Videos: 

„Völlig aus dem Kontext gerissen“

Das Portal „Meedia“ wollte von dem CDU-Abgeordneten wissen, wie er diese ungeschickten Formulierung rechtfertigt und bekam eine Antwort. Offenbar fühlt sich Heilmann falsch verstanden und in ein schlechtes Licht gerückt. Eine Sprecherin teilte mit, die Situation sei „völlig aus dem Kontext gerissen“ worden. Außerdem habe es keine Vereinbarung gegeben, dass man eine Szene aus dem Making-of zeigen dürfe. 

Die Sprecherin des Politikers räumt ein, dass man „so wie das Video geschnitten“ sei, die Aussage „in der Tat als sexistisch verstehen“ könne. Gemeint gewesen seien aber lediglich das Jacket und der Kragen. Außerdem beschwert sie sich: „Die eigentlichen Fragen des Interviews und Herr Heilmanns sehr ernst gemeinte Antworten sind ja leider nicht Teil des Videos. Der zusammenhangslose Schnitt der letzten Szene des Videos führt unweigerlich zu Missverständnissen und könnte fälschlicherweise sexistisch interpretiert werden.“

Entsetzen auf Twitter

Der 53-Jährige muss sich dennoch in den Sozialen Netzwerken Kritik anhören. Einige Beispiele auf Twitter: 

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