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Auf dem Vorplatz des Kölner Hauptbahnhofs gab es in der Silvesternacht zahlreiche sexuelle Übergriffe auf Frauen.

CDU-Politiker zur Silvesternacht in Köln

Bosbach: "In München wäre der Spuk nach Minuten zu Ende gewesen“

München - Ein neues Sicherheitskonzept soll in Köln verhindern, dass sich die Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht wiederholen. CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach kritisiert rückblickend die Sicherheitspolitik in NRW - und lobt indirekt München.

Wolfgang Bosbach (CDU)

Knapp drei Wochen vor der Silvesternacht hat CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach deutliche Kritik an der rot-grünen Sicherheitspolitik in Nordrhein-Westfalen geäußert. „In München wäre der Spuk im letzten Jahr nach wenigen Minuten zu Ende gewesen“, sagte der CDU-Politiker dem Nachrichtensender phoenix. Und weiter: „Wenn das Risiko Opfer einer Straftat zu werden, in Köln doppelt so hoch ist wie in der größeren Stadt München, dann zeigt das ja, wer welche politischen Schwerpunkte setzt.“ In Bayern gelte der Satz: „Wehret den Anfängen. Keine Toleranz an der falschen Stelle“, sagte Bosbach.

1500 statt 140 Polizisten werden im Einsatz sein

Mit einem neuen Sicherheitskonzept wollen die Behörden in Köln nun verhindern, dass sich das Chaos vom vergangenen Jahr wiederholt. Die Pläne sollen am Montag vorgestellt werden. Unter anderem setzt die Polizei auf massive Präsenz: Etwa 1500 Beamte werden im Einsatz sein - im vergangenen Jahr waren es rund 140. Um den Kölner Dom soll mit Absperrgittern eine Zone eingerichtet werden, in der Feuerwerk verboten ist. Am Hauptbahnhof und Bahnhofsvorplatz - vor einem Jahr Zentrum der Übergriffe vor allem von Nordafrikanern - soll es ebenso wie an anderen Orten in der Stadt mehr Videoüberwachung geben. 

Die Polizei beobachtet zudem sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter zum Thema Silvester. „Wir wollen vor allem wissen, wie die Stimmungslage ist“, sagte ein Polizeisprecher. Die Ermittler werden von Dolmetschern unterstützt, um fremdsprachige Posts zu verstehen, aber auch, um selbst entsprechende Mitteilungen senden zu können.

Bosbach: „Praxistauglicher als das Konzept im letzten Jahr“

Diese Pläne stoßen bei Wolfgang Bosbach auf Zustimmung, der CDU-Politiker äußerte sich zuversichtlich: „Der Bereich zwischen Hauptbahnhof und Dom wird zu den sichersten Plätzen der Republik gehören“. Der neue Plan sei „praxistauglicher als das Einsatzkonzept im letzten Jahr.“ Bosbach betonte jedoch, dass man nicht einhundert Prozent der Sicherheitskräfte nur in der Domstadt einsetzen könne: „Man muss auch Kräfte zurückhalten, um zu erkennen, wo es einen Gefahrenschwerpunkt gibt, den wir im Moment noch nicht kennen. Was in Köln passiert ist, kann auch in anderen Großstädten passieren.“

mm/dpa

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