+
Peter Tauber (l.) und Angela Merkel (2.v.l.)

Bundestagswahl 2017

Erster Schwerpunkt bekannt: Darauf setzen CDU und CSU im Wahlkampf

Rund 13 Wochen vor der Wahl zum Bundestag sickern erste Details zum Wahlprogramm der Union durch. In den Medien kursieren sogar bereits genauere Inhalte, des möglichen Programms.

Berlin - Die Union will im Wahlkampf einen Schwerpunkt auf die Förderung vor allem junger Familien legen. "Wir haben sehr ausführlich diskutiert, was man tun muss, um Familien, gerade Familien mit kleinen Kindern, zu unterstützen", sagte CDU-Generalsekretär Peter Tauber in Berlin. Darüber habe der Parteivorstand am Montag "sehr lange und sehr intensiv" gesprochen.

Einzelheiten verriet Tauber nicht, CDU und CSU wollen ihr gemeinsames Wahlprogramm erst in einer Woche vorstellen.

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" nannten Parteichefin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble den Vorstandsmitgliedern in der Sitzung am Montag aber eine Reihe von Punkten. Dazu gehören das schon länger diskutierte Baukindergeld für Familien sowie ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter. Außerdem plant die CDU nach Angaben der Zeitung, beim ersten Kauf eines Eigenheims die Grunderwerbssteuer zu streichen.

Wird das Kindergeld um 20 Euro erhöht?

Auch im Steuerrecht soll es demnach eine Besserstellung geben: Die CDU wolle den Kinderfreibetrag deutlich erhöhen, allerdings nicht auf die Höhe des Erwachsenen-Freibetrags anheben, meldete die "Süddeutsche". Um Gutverdiener nicht zu bevorzugen, soll gleichzeitig auch das Kindergeld um 20 Euro erhöht werden.

Weitere Änderungen plant die Union dem Bericht zufolge im Einkommensteuerrecht. Nach Informationen der Zeitung soll der Spitzensteuersatz von 42 Prozent künftig erst ab 60.000 Euro Jahreseinkommen erhoben werden. Derzeit liegt die Grenze bei rund 54.000 Euro.

Tauber bekräftigte am Montag die Pläne der CDU, eine Entlastung von mindestens 15 Milliarden Euro für die Steuerzahler anzustreben. "Wir sind uns einig, dass wir niemanden mehr belasten wollen, sondern alle entlasten wollen", sagte der Generalsekretär. Das gelte auch für den Solidaritätszuschlag, den die Union schrittweise abbauen will.

Die anderen im Bundestag vertretenen Parteien hatten in den vergangenen Wochen ihre Wahlkampfkonzepte bereits vorgelegt. Die SPD verabschiedete am Wochenende ihr Programm: Sie will demnach unter anderem Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen steuerlich entlasten.

afp

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Rechtsextreme bedrohen 26-jährigen Juden - Staatsschutz ermittelt 
Drei polizeibekannte Neonazis haben in Dortmund einen 26-jährigen Juden Martener Straße beleidigt und angegriffen und mit einem Feuerzeug beworfen. 
Rechtsextreme bedrohen 26-jährigen Juden - Staatsschutz ermittelt 
Tajani fordert Milliarden zur Schließung der Mittelmeerroute
Könnte der Streit um die Flüchtlingspolitik zum Ende der EU führen? Der Präsident des Europäischen Parlaments sieht diese Gefahr. Nötig sei eine Reform des …
Tajani fordert Milliarden zur Schließung der Mittelmeerroute
Im Asylstreit schlechte Noten für Seehofer und Söder - CDU-Vize Laschet droht CSU 
Horst Seehofer und Angela Merkel liefern sich einen erbitterten Asyl-Streit. Am Sonntag muss die Kanzlerin beim Mini-Gipfel der EU liefern - anderenfalls dürfte sich der …
Im Asylstreit schlechte Noten für Seehofer und Söder - CDU-Vize Laschet droht CSU 
Umfrage: Schlechte Noten für Söder und Seehofer in Bayern
Berlin (dpa) - Mit ihrem Kurs unter anderem in der Flüchtlingspolitik kann die CSU einer Umfrage zufolge bei der Mehrheit der Bayern nicht punkten. Die Bürger bewerten …
Umfrage: Schlechte Noten für Söder und Seehofer in Bayern

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.