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Merkel-Vertreterin kritisiert die Kritiker

CDU-Vize Klöckner verteidigt Leitkultur-Vorstoß von de Maizière

Berlin - CDU-Vize Julia Klöckner hat den Leitkultur-Vorstoß von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) verteidigt und den Kritikern ihrerseits Vorwürfe gemacht.

"Was Herr de Maizière fordert, ist das kleine Einmaleins unseres Zusammenlebens in diesem liberalen Rechtsstaat", erklärte Klöckner am Montag in Mainz. "Nicht, was Thomas de Maizière gesagt hat, ist ein Skandal, sondern, das, was jetzt daraus gemacht wird", fügte sie hinzu. Der Bundesinnenminister hatte in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag" einen Zehn-Punkte-Katalog für eine deutsche Leitkultur erläutert. Das war nicht nur bei der Opposition, sondern teilweise auch in der eigenen Partei auf Kritik gestoßen.

Die Opposition warf dem CDU-Politiker vor, mit Blick auf die Bundestagswahl im September Stimmen am rechten Rand fischen zu wollen. Klöckner sagte dazu: "Wo sind wir denn hingekommen, wenn ein Bundesminister nicht mehr ohne grenzenlose Empörungswelle des politischen Mitbewerbers aussprechen darf, was die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger denkt?" Ausdrücklich verteidigte sie zum Beispiel die Forderung, sich gegenseitig zur Begrüßung die Hand zu reichen und den anderen dabei anzuschauen. Das sei "ein Gebot der Höflichkeit und Ausdruck von Respekt".

De Maizière hatte geschrieben: "Wir sagen unseren Namen. Wir geben uns zur Begrüßung die Hand." Außerdem hatte er gefordert: "Wir zeigen unser Gesicht. Wir sind nicht Burka." Klöckner hatte vor allem auf CDU-Parteitagen mehrfach Vorstöße für ein Burka-Verbot gestartet.

AFP

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