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Simone Lange (li.) wird gegen Andrea Nahles antreten.

„Ich weiß besser als Frau Nahles,...“

Chance auf SPD-Vorsitz? So wirbt Andrea Nahles‘ Konkurrentin für sich

Es ist ein Kampf der Marke David gegen Goliath. Simone Lange will am Sonntag dennoch SPD-Chefin werden - und verschärft jetzt den Ton.

Flensburg/Berlin - Nahles-Konkurrentin um SPD-Vorsitz wirbt mit Bürgernähe für sich Vor der Wahl der neuen SPD-Spitze am kommenden Sonntag hat sich die Gegenkandidatin von Fraktionschefin Andrea Nahles, die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange, überzeugt gezeigt, näher als ihre Konkurrentin an den Bürgern zu sein. Sie wisse besser als Nahles, "wo und wie das wahre Leben spielt", sagte Lange den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Montag. Sie wolle ihre "große kommunalpolitische Kompetenz" einbringen.

„Noch mehr Zentralismus macht die SPD kaputt“

"Ich werde der SPD Glaubwürdigkeit zurückgeben", warb Lange für ihre Kandidatur. Nahles stecke dagegen in einem "ständigen Interessenkonflikt", wenn sie in Personalunion die Bundestagsfraktion und die Partei anführen wolle. "Mich stört massiv, dass sie sagt, sie wolle das Kraftzentrum der Partei sein", sagte die Oberbürgermeisterin. Noch mehr Zentralismus mache die SPD kaputt. Die Partei brauche einen zweiten Kopf an der Parteispitze.

Lange tritt beim SPD-Parteitag am Sonntag in Wiesbaden gegen Nahles an. Derzeit wird die SPD kommissarisch von Bundesfinanzminister Olaf Scholz geführt. Die Neuwahl wurde erforderlich, nachdem der frühere Vorsitzende Martin Schulz zurückgetreten war.

Lesen Sie auch: Nahles redet der Bundesregierung ins Gewissen - Seehofer reagiert

AFP

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