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In Hochform: der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber schreit sich bei Günther Jauch in Rage.

Was wird aus Griechenland?

Zoff bei Jauch: Stoiber schreit Tsipras-Berater nieder

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Berlin - Die Lage in Griechenland spitzt sich zu - genau darüber wollte Günther Jauch mit seinen Gästen debattieren. Seine Polit-Talkrunde gleicht am Ende jedoch eher einem hitzigen Schrei-Duell.

"Showdown im Schuldenstreit - was wird aus Griechenland?": über dieses Polit-Thema wollte Talkmaster Günther Jauch mit seinen Gästen Edmund Stoiber, Klaus Regling, Anja Kohl und dem Tsipras-Berater Theodoros Paraskevopoulos sachlich debattieren. Schon nach wenigen Minuten war jedoch klar, dass diese ARD-Talkrunde nicht auf eine sachliche Diskussion hinauslaufen werde. Dafür ist die Situation in Griechenland zu ernst. Sollte nicht ein Wunder passieren, droht den Griechen am Dienstag die Staatspleite.

Paraskevopoulos liefert sich hitziges Wortgefecht mit Stoiber

Im Mittelpunkt der Sendung: das Schrei-Duell zwischen dem Berater und Vertreter der griechischen Regierungspartei Syriza, Theodoros Paraskevopoulos und dem ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber. Paraskevopoulos wirkt dabei teilweise, als befinde er sich auf verlorenem Posten. Immer wieder unterbricht er seine Gesprächspartner, begegnet Aussagen mit Ironie und nennt schließlich den zuvor gezeigten ARD-Brennpunkt zum Thema Griechenland eine "Propaganda-Sendung". Stoiber vertritt dagegen die Meinung, Griechenland soll aus dem Euro geschmissen werden, weil es sich schlicht und einfach nicht an die Regeln des Euroraums gehalten habe. Mit lauter Stimme schreit er Paraskevopoulos entgegen: "Sie haben genug geredet! Die Schulden, die Griechenland heute hat, weit über 300 Milliarden Euro sind doch nicht von Deutschland, Frankreich, Portugal, Spanien oder Irland aufgenommen worden, sondern die haben die griechischen Regierungen aufgenommen. Und so wird natürlich die Haftungsfrage immer deutlicher. Auf Dauer kann man, wenn man die Regeln nicht akzeptiert, nicht in einer Rechtsgemeinschaft sein, wo sich einer Sonderrechte herausnimmt!" Der Tsipras-Berater wettert jedoch gegen den deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble: "Die griechische Regierung hat Kompromissvorschläge vorgelegt, die ja von allen Seiten gelobt wurde. Nur Herr Schäuble hat sich dagegen geäußert. Er war von Anfang an seiner Meinung."

Paraskevopoulos: Die anderen sind schuld

Teilweise machte Paraskevopoulos den Eindruck, als sei ihm der Ernst der Lage nicht bewusst, vertrat lässig die Meinung, Staaten können sowieso nicht Bankrott gehen und die Verhandlungen um einen "Grexit" seien noch nicht vorbei: "Die griechische Regierung wird weiter mit der Führung der Europäischen Union, also mit seinen Geldgebern, verhandeln." Klaus Regling, Geschäftsführender Direktor des Europäischen Rettungsschirms ESM, der selber am Verhandlungstisch mit Tsipras und Co. saß, stellt klar: "Davon weiß ich nichts! Als wir gehört haben, dass die Regierung empfiehlt, das Programm nicht anzunehmen, war jeglicher Glaube dahin." Das Schlussplädoyer von CSUler Stoiber ist schließlich an Paraskevopoulos gerichtet und wirkt fast schon verzweifelt: "Es wird nicht gehen. Innerhalb dieses Euro-Systems werden sie mit ihrer Wirtschaftskraft gegenwärtig und auch in den nächsten Jahren nicht gut leben können. Deshalb müssen sie die Konsequenzen ziehen. Ich halte das für absolut notwendig."

Am Ende keinen Schritt weiter als zuvor

Das Thema "Griechenland-Krise" war bereits des Öfteren Motto bei Jauchs Talksendungen und nicht selten wurde hitzig debattiert. So auch dieses Mal. Jauch hatte seine Mühe, die Streithähne auseinanderzuhalten und konnte die ausschweifenden Ausführungen seiner Gäste teilweise nicht verhindern. Doch am Ende ist man keinen Schritt weiter gekommen als zuvor. Die Griechenland-Krise ist noch lange nicht vorbei.

kus

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