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Das Magazin "Charlie Hebdo" hat mit einer Karikatur, auf der das tote Flüchtlingskind Aylan Kurdi abgebildet ist, heftige Kritik ausgelöst.  

Wie weit darf Satire gehen?

Heftige Kritik an Hebdo-Karikatur mit totem Flüchtlingskind

Paris - Das französische Magazin "Charlie Hebdo" hat mit Karikaturen, die ein gezeichnetes Bild des ertrunkenen Flüchtlingskindes Aylan zeigen, große Kritik ausgelöst. Wieder steht die Frage im Brennpunkt: Wie weit darf Satire gehen?

Seit die Pariser Redaktion des Magazins "Charlie Hebdo" im Januar Ziel eines Terroranschlags war, steht das Blatt im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit. Bei dem islamistischen Terroranschlag auf „Charlie Hebdo“ wurden zwölf Menschen getötet. Darunter waren die Zeichner Charb, Wolinski, Cabu, Tignous und Honoré, die zu den besten Karikaturisten Frankreichs gehörten.

In seiner neuesten Ausgabe greift das Blatt die Flüchtlingskrise auf und zeigt dabei unter anderem auf der Titelseite Karikaturen, die den toten Flüchtlingsjungen Aylan Kurdi darstellen. Die Leiche des dreijährigen Kindes aus Syrien wurde am Strand von Bodrum (Türkei) angespült. Ein Foto von der Leiche des Jungen ging um die Welt.

Auf der Titelseite von "Charlie Hebdo" prangt nun die Karikatur, die das tote Kind am Strand darstellt und daneben ein Werbeschild von McDonalds mit der Aufschrift auf Französisch: "Angebot: Zwei Kinder-Menüs zum Preis von einem."

Über der Karikatur steht die Schlagzeile: "Willkommen, Flüchtlinge! So nah am Ziel..."

Kontrovers sind die Reaktionen auf die heftige Art der Satire. Kritiker bei Twitter werfen der Redaktion von "Charlie Hebdo" Geschmacklosigkeit vor.

"Diese Satire verspottet nicht die Mächtigen, sondern die Machtlosen", schreibt einer der Kritiker bei Twitter.

"Charlie Hebdo" wird in Potsdam ausgezeichnet  

Am Donnerstag (17.9.) wird die Zeitschrift in Potsdam mit dem M100 Media Award ausgezeichnet, mit dem das Recht der freien Meinungsäußerung gewürdigt wird.

js

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