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Ischinger: "Die Ankunft Trumps bedeutet das Ende des Westens, bei dem die USA der Fackelträger sind, dem die anderen nacheifern können." Foto: Christophe Gateau

Vor Treffen in München

Chef der Sicherheitskonferenz: "Trump macht mir Angst"

Berlin (dpa) - Wenige Tage vor der Münchner Sicherheitskonferenz sorgt sich Tagungschef Wolfgang Ischinger um die Außenpolitik der neuen US-Regierung unter Präsident Donald Trump. "Trump macht mir Angst", sagte er dem Berliner "Tagesspiegel".

Es beunruhige ihn, dass der US-Präsident nicht klar erkennen lasse, wer für ihn Partner sei. Eine solche "maximale Unplanbarkeit" wie mit Trump habe er in 40 Jahren Diplomatie noch nicht erlebt. Trump habe den Unterschied zwischen einem Deal als Bauunternehmer und der Außenpolitik noch nicht verstanden.

Ischinger sagte: "Die Ankunft Trumps bedeutet das Ende des Westens, bei dem die USA der Fackelträger sind, dem die anderen nacheifern können." Europa müsse jetzt diesen Verlust ersetzen, "damit der Westen als Modell und Vorbild - Stichwort Menschenrechte, Freiheit, Würde und Rolle des Einzelnen - nicht ganz verloren geht".

Insgesamt werden an den drei Tagen vom 17. bis 19. Februar mehrere Dutzend Staats- und Regierungschefs, Außen- und Verteidigungsminister auf der Konferenz erwartet. Die US-Regierung wird mit Vizepräsident Mike Pence und mehreren Ministern vertreten sein. Auch Verteidigungsminister James Mattis, Heimatschutzminister John Kelly und der Nationale US-Sicherheitsberater Michael Flynn hätten ihr Kommen zugesagt.

Aus Russland wird Außenminister Sergej Lawrow erwartet. Zudem hat UN-Generalsekretär António Guterres sein Kommen zugesagt.

Teilnehmer Sicherheitskonferenz

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