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Der Raum über den Inseln im Südchinesischen Meer war von China zur "Luftverteidigungszone" erklärt worden.

Umstrittene Zone mit Japan

China beendet Manöver in Südchinesischem Meer

Peking - China ist aus der mit Japan umstrittenen Region im Südchinesischen Meer abgezogen: Die Volksrepublik hatte dort über einen Monat lang eine militärische Übungsmission absolviert. 

Chinas einziger Flugzeugträger ist aus der mit Japan umstrittenen Region im Südchinesischen Meer zurückgekehrt. Die "Liaoning" habe eine 37 Tage lange Übungsmission mit Flugzeugen, Schiffen und U-Booten "erfolgreich" abgeschlossen und sei in ihren Heimathafen Qingdao zurückgekehrt, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag. Derweil scheiterte ein chinesischer Ballonfahrer dabei, mit einem Heißluftballon zu einer der Inseln der Region zu fliegen.

Während der Übungsmission war es Anfang Dezember nach Angaben der US-Regierung fast zu einer Kollision des Lenkwaffenkreuzers "USS Cowpens" mit einem chinesischen Marineschiff gekommen. Dabei soll es sich um ein Schiff aus der Eskorte für die "Liaoning" gehandelt haben. Washington legte formal Protest wegen des Vorfalls ein.

Das Manöver wurde zum Zeitpunkt starker Spannungen zwischen China und seinen Nachbarn abgehalten. China liegt mit Japan im Streit um eine unbewohnte Inselgruppe im Südchinesischen Meer. Die in Japan Senkaku und in China Diaoyu genannten Inseln werden von Tokio kontrolliert. Sie liegen in fischreichen Gewässern, in der Umgebung werden größere Öl- und Gasvorkommen vermutet.

Der Streit spitzte sich zu, nachdem China im November eine Luftverteidigungszone über den Inseln ausgerufen hatte. Peking verlangt, dass ausländische Flugzeuge sich vor dem Flug durch die Zone bei der chinesischen Luftüberwachung anmelden und eine Funkverbindung mit ihr aufnehmen. Die USA, Japan, Südkorea und Taiwan weigern sich jedoch, die Zone anzuerkennen und schickten unangekündigt Kampfflugzeuge in das Gebiet.

Der chinesische Ballonfahrer wurde von der japanischen Küstenwache gerettet, nachdem er einen Notruf abgesetzt hatte. Der 35-Jährige sei am Mittwochmorgen in der Provinz Fujian mit seinem Heißluftballon zu den Inseln gestartet, habe aber Stunden später um Hilfe gerufen, sagte ein Vertreter der Küstenwache am Donnerstag. Ein japanischer Rettungshubschrauber habe den Mann rund 22 Kilometer südlich der Inseln aus dem Wasser gefischt. Er sei der Besatzung eines chinesischen Patrouillenboots außerhalb der japanischen Gewässer übergeben worden.

Das chinesische Außenministerium erwähnte die japanische Hilfe in einer Erkläung zu dem Vorfall nicht. Der Sprecher Qin Gang sagte Journalisten lediglich, ein Boot der chinesischen Küstenwache habe den Mann gerettet und auf die chinesische Seite gebracht.

afp

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