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EU-Kommissar Günther Oettinger wirbelte mit seinem Spruch viel Staub auf.

"Verblüffendes Überlegenheitsgefühl"

China ist verärgert über Oettingers "Schlitzaugen"-Spruch

Peking - Es dauerte ein paar Tage - doch jetzt hat China auf die "Schlitzaugen"-Äußerungen von EU-Kommissar Günther Oettinger reagiert. Erfreut ist man im chinesischen Außenministerium natürlich nicht. 

Eine Sprecherin des Ministeriums sagte in Peking, die Bemerkungen offenbarten ein "verblüffendes Überlegenheitsgefühl" bei so manchen westlichen Politikern. "Wir hoffen, dass sie lernen, sich selbst und andere objektiv zu betrachten und andere zu respektieren und als Gleichberechtigte zu behandeln", sagte Hua Chunying.

Oettinger hatte bei einem Vortrag in Hamburg mit Blick auf die Konkurrenz aus China von "Schlitzohren und Schlitzaugen" gesprochen. Dabei sagte er auch, die Chinesen sähen aus, als hätten sie "alle Haare von links nach rechts mit schwarzer Schuhcreme gekämmt".

Entrüstung auch im Internet

Oettinger, der derzeit EU-Kommissar für digitale Wirtschaft ist, soll zum Jahreswechsel das Haushaltsressort übernehmen. Für seine Äußerungen wurde er besonders in Deutschland scharf kritisiert. Er wies den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit zurück und sagte in einem Interview, seine Wortwahl sei "nicht anstößig oder respektlos gemeint gewesen".

Nicht nur in der Politik war das Echo nach dem "Schlitzaugen"-Spruch kritisch, auch im Internet brach ein Sturm der Entrüstung über den EU-Kommissar herein.

mm/AFP

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