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Ohne konkrete Ergebnisse gingen Gespräche zwischen den USA und China zu Ende.

China und USA stärken bilaterale Beziehungen

Washington - Ohne konkrete Ergebnisse haben Vertreter der USA und Chinas in Washington zweitägige Gespräche über den Ausbau der bilateralen Beziehungen beendet.

Beide Seiten versprachen zum Abschluss des Dialogforums am Dienstag eine engere Zusammenarbeit bei der Bewältigung der weltweiten Finanzkrise und internationaler Konflikte sowie beim Klimaschutz. US-Außenministerin Hillary Clinton räumte ein, dass es in vielen Bereichen weiterhin Meinungsverschiedenheiten gebe, so etwa beim Thema Menschenrechte. Die offenen Gespräche seien jedoch wichtig, um die Grundlagen für den Ausbau der Beziehungen zu schaffen, sagte Clinton bei einer Pressekonferenz der US-Delegation. Damit mögen zwar zunächst keine größeren Erfolge zu erzielen sein, “aber jeder Schritt ist eine gute Investition“.

Im Mittelpunkt der Gespräche stand die internationale Finanzkrise. Die USA und China sind sich laut US-Finanzminister Timothy Geithner im Streben nach einem ausgeglicheneren weltweiten Wirtschaftswachstum einig. Beide Länder seien daher einem starken und stabilen internationalen Finanzsystem verpflichtet, sagte Geithner, der mit Clinton die US-Delegation anführte. Der chinesische Delegationsleiter, der stellvertretende Ministerpräsident Wang Qishan, erklärte, Peking werde sich künftig darum bemühen, die Abhängigkeit von Exporten zu reduzieren und die Binnennachfrage anzukurbeln.

Die USA hatten China zuletzt wegen der starken Exportorientierung und des daraus resultierenden US-Handelsbilanzdefizits kritisiert. Die Volksrepublik ist inzwischen der größte Gläubiger der USA und hält mehr als 800 Milliarden Dollar Bundesschulden. US-Präsident Barack Obama, der noch in diesem Jahr China besuchen will, empfing zum Abschluss der Gespräche beide Delegationen im Weißen Haus. Er hatte am Montag das Verhältnis zwischen den USA und China als prägend für den Verlauf des 21. Jahrhunderts bezeichnet und eine Vertiefung der Beziehungen der beiden Länder gefordert.

Bei dem Treffen in Washington handelte es sich um eine Weiterführung des Dialogs, den die US-Regierung unter Obamas Vorgänger George W. Bush begonnen hatte. Die Gespräche sollen sich aber nicht länger auf die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen beschränken, sondern auch außenpolitische Themen einbeziehen. Außenministerin Hillary Clinton führte deshalb separate Gespräche, bei denen es unter anderem um den Umgang mit Nordkorea sowie den Atomstreit mit dem Iran ging.

AP

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