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Michail Chodorkowski war einst der reichste Mann in Russland.

Bankrott-Gesetz könnte helfen

Chodorkowski: Rückkehr nach Moskau?

Moskau - Der aus dem Straflager entlassene Ex-Öl-Milliardär Michail Chodorkowski könnte im Jahr 2015 auch ohne Bezahlung seiner Millionenschulden beim russischen Staat nach Moskau zurückkehren.

Die Staatsduma bereite ein Gesetz vor, das künftig eine private Bankrotterklärung ermögliche, sagte der Parlamentsabgeordnete, Sergej Gawrilow, der Zeitung „Iswestija“ (Dienstag).

Der von Präsident Wladimir Putin begnadigte frühere Kremlgegner hat nach offiziellen Angaben 17,5 Milliarden Rubel (388,9 Millionen Euro) Schulden beim russischen Staat. Die Summe geht zurück auf ein umstrittenes Strafverfahren von 2003 wegen Steuerbetrugs bei Chodorkowskis inzwischen zerschlagenem Ölkonzern Yukos.

Der einst reichste Mann Russlands hatte in seinem Exil in Berlin erklärt, dass ihn auch ein Rechtsstreit um diese Summe von einer Rückkehr nach Russland abhalte. Chodorkowski geht davon aus, dass Putin ihn begnadigt hat, weil er ausreiste. Außerdem verzichtet Chodorkowski auf die Rückgabe seines früheren Eigentums und darauf, die russische Opposition zu unterstützen.

Chodorkowski hatte mehr als zehn Jahre in Haft verbracht. Gegen ihn waren in insgesamt zwei umstrittenen Prozessen unter anderem noch Strafen wegen Geldwäsche und Öldiebstahls verhängt worden. Regulär wäre er im August 2014 aus dem Straflager entlassen worden.

dpa

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