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Christian Hanika, 27, soll die Freien Wähler in den Bundestag führen

Hanika soll Lücke füllen

Freie Wähler: Ein Model als Spitzenkandidat

München - Mit einem außergewöhnlich jungen Spitzenkandidaten wollen die Freien Wähler den Sprung in den Bundestag schaffen. Der Parteivorstand verständigte sich nach Informationen unserer Zeitung auf den 27-jährigen Christian Hanika.

Der Niederbayer Christian Hanika stellt sich am Samstag der Mitgliederversammlung zur Wahl als bayernweiter Listenführer. Spitzenkandidat – das ist formal die Ebene wie Gerda Hasselfeldt (CSU), Florian Pronold (SPD), Claudia Roth (Grüne) oder Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP).

Hanika, der Landeschef des Parteinachwuchses, soll ein Stück weit die Lücke füllen, die seit dem zornigen Abgang vonStephan Werhahn zur CDU klafft. Der Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger setzt gezielt auf die Jugend, um die Freien als frischere Alternative zu präsentieren. Hanika sei kommunal und in der Partei gut verwurzelt, inhaltlich stark und „kein Berufsstudent“. Der 27-Jährige arbeitet unter anderem als Model („Quelle“), Schauspieler und Entertainer (Pseudonym „DJ Vulkan“). Er ist in seiner Freizeit Faschingsprinz und Fußballer – also auch weit jenseits der Politik vernetzt.

Unumstritten ist seine Wahl nicht; Teile des Vorstands äußern sich skeptisch. Gegenstimmen gab es aber nicht. Für Platz 2 ist der Oberfranke Peter Dorscht vorgesehen. Den aussichtsreichen Listenplatz 3 könnte Ilse Ertl (Oberbayern) bekommen. Kampfabstimmungen sind möglich.

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Ob es die Freien im Herbst in den Bundestag schaffen, ist ungewiss. Aus dem Oberland kommt der Aufruf zu kämpfen, statt sich zu beklagen. Mit den Abgängen Werhahns oder des Kandidaten Franz Bergmüller jüngst trenne sich noch rechtzeitig „die Spreu vom Weizen“, sagten die FW-Direktkandidaten Susann Enders und Konrad Specker. „Dass so ein wichtiger Schritt wie die erste Bundestagskandidatur nicht reibungslos verläuft, war absehbar.“  

cd

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