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Wieder im Amt: OB Christian Ude in seinem Büro.

OB zurück im Amtszimmer

Ude: „Ab Montag steht Reiter im Vordergrund“

München - Christian Ude ist zurück. Am Montagnachmittag zog er in sein Amtszimmer im Rathaus ein, der Oberbürgermeister hat wieder Zeit für München - und ein kleines Interview.

Ein Termin für unseren Fotografen? „Kein Problem, kommen‘s einfach vorbei, ich bin da“, sagte Ude ganz entspannt.

Herr Ude, nach den Monaten im Wahlkampf sind Sie zurück in Ihrem Amtszimmer. Wie klein sieht jetzt der Marienplatz aus?

(Lacht.) Es war eine enorme Horizonterweiterung. Mit dieser Intensität habe ich sämtliche bayerischen Landesteile und Städte bisher nicht im Sinn gehabt. Das war eine Verschiebung der Proportionen. Jetzt, vor dem Oktoberfest, weiß man natürlich trotzdem wieder, dass München der Nabel der Welt ist.

Jetzt sind Sie zurück im Rathaus-Alltag. Was steht diese Woche an?

Das Erste war ein Anruf des Regierungspräsidenten, der Probleme mit der Asylbewerberunterbringung hat. Das Problem spitzt sich zu, da sind sofort Entscheidungen zu fällen. Außerdem geht es natürlich um die Kinderbetreuung, wir müssen den Bedarf weiter decken. Und es stehen Entscheidungen zur Wohnungspolitik an. Da wollen wir mit Volldampf weitermachen, es ist das größte soziale Problem. Ich will jetzt vorbereiten, Mietrechtsverbesserungen in Land und Bund durchzusetzen. Dafür waren die Chancen noch nie so gut wie jetzt.

Die Themen sind altbekannt. Wird es jetzt ein Abschied auf Raten, oder haben Sie für die letzten Monate noch einmal so etwas wie eine eigene Agenda?

Ich möchte, dass die Sozialdemokratie aus der Kommunalwahl im März 2014 stark hervorgeht und den Oberbürgermeister stellt. Ich will jetzt nicht die eigene Person in den Vordergrund stellen, sondern die SPD.

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Welche Rolle wird im Herbst OB-Kandidat Dieter Reiter für Sie spielen?

Selbstverständlich steht Dieter Reiter nach der Bundestagswahl im Vordergrund. Er ist jetzt der entscheidende Kandidat. Es hat sich aus dem Wahltermin ergeben, dass ich als Spitzenkandidat bisher in München in den Vordergrund gestellt wurde. Ab Montag wird es Dieter Reiter sein.

Wie wichtig werden Sie für seinen Wahlkampf?

Ich weiß aus meiner eigenen Erfahrung von vor genau 20 Jahren, wie wichtig die Unterstützung des Amtsvorgängers ist.

Und wie könnte diese Unterstützung aussehen?

Das kann von der Einbindung in Entscheidungen über Auftritte als Redner gehen – und auch Wahlempfehlungen auf Plakaten oder per Brief, wenn das gewünscht ist. Schorsch Kronawitter hat mir damals die vollste Unterstützung gegeben.

Interview: Felix Müller

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