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Christian Wulff (M.) auf seinem Triumphzug. Das Landgericht in Hannover hatte ihn so eben freigesprochen.

Nach Freispruch

Bekommt Wulff eine Entschädigung?

Hannover - Ende gut, alles gut. Nach dem Freispruch von Christian Wulff stellt sich nun eine Frage: Bekommt der ehemalige Bundespräsident eine Entschädigung wegen der Korruptions-Vorwürfe?

Nach dem Freispruch von Christian Wulff ist noch offen, ob der frühere Bundespräsident Entschädigung geltend macht. „Damit haben wir uns noch nicht beschäftigt“, sagte Wulffs Verteidiger Michael Nagel am Freitag der Nachrichtenagentur dpa.

Entschädigt werden kann Wulff nur für materielle Schäden, die ihm im Zuge des Korruptionsverfahrens entstanden sind - etwa falls die Ermittler bei der Durchsuchung seines Hauses Dinge beschädigt haben sollten, wie ein Sprecher des Landgerichts Hannover erläuterte. Damit Zahlungen fließen, müsste Wulff einen Antrag nach dem Strafverfolgungsentschädigungsgesetz stellen.

Christian Wulff: Sein politisches Leben in Bildern

Christian Wulffs politisches Leben in Bildern

Das Landgericht Hannover hatte Wulff am Donnerstag vom Vorwurf der Korruption freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte Wulff zur Last gelegt, als niedersächsischer Ministerpräsident Vorteile im Amt angenommen zu haben. Von dem befreundeten Filmfinancier David Groenewold hatte er sich 2008 zu einem Oktoberfestbesuch einladen lassen und später für ein Projekt Groenewolds bei Siemens geworben.

Wulff plant Treffen mit türkischen Staatspräsident

Der frühere Bundespräsident Christian Wulff plant nach einem Bericht des Magazins "Spiegel" Mitte März eine einwöchige Reise in die Türkei. Dort ist demnach auch ein Treffen mit Staatspräsident Abdullah Gül geplant, außerdem mehrere Auftritte an Universitäten. Wulff hatte sich in seiner Amtszeit besonders für die Integration in Deutschland lebender Türken und anderer Muslime eingesetzt.

Wulff war am Donnerstag vom Vorwurf der Vorteilsannahme freigesprochen worden. Er plant nun laut "Spiegel" auch, in seinen früheren Beruf als Anwalt zurückzukehren. Dazu werde er eine Kanzlei in Hamburg einrichten. Einen Tag pro Woche wolle Wulff in Berlin arbeiten, wo er wie jeder frühere Bundespräsident Anspruch auf ein Büro hat.

Auch sein ehrenamtliches Engagement will Wulff laut "Spiegel" wieder ausweiten. Er ist weiterhin Schirmherr der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft. Auch Auslandskontakte will der frühere Präsident, wie im Fall der Türkei, dem Bericht zufolge wieder aufnehmen.

dpa/afp

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