+
Hugo Chávez leidet erneut an Krebs.

Chávez wieder an Krebs erkrankt

Caracas - Hugo Chávez leidet erneut an Krebs. Die Krankheit sei wieder ausgebrochen, sagte der venezolanische Präsident in einer Fernsehansprache am Samstagabend.

Er werde schon am (heutigen) Sonntag nach Kuba zurückreisen, um sich einer weiteren Untersuchung zu unterziehen, erklärte er. Erstmals benannte Chávez Vize-Präsident Nicolas Maduro als seinen möglichen Nachfolger, sollte er sein Amtsgeschäfte künftig nicht ausüben können.

Tests hätten ergeben, dass „einige bösartige Zellen“ in der Körperregion zurückgekehrt seien, aus der zuvor Tumore entfernt worden waren, sagte Chávez. Er nannte den Eingriff kämpferisch eine „neue Schlacht“. Es wird seine dritte Krebs-Operation in den vergangenen anderthalb Jahren. „Ich hoffe, ich kann Ihnen in den kommenden Tagen gute Nachrichten geben“, sagte er.

Sollte sich sein Gesundheitszustand verschlechtern, solle Vize-Präsident Maduro seinen Platz einnehmen, erklärte Chávez überdies. „Wir müssen den Fortschritt der bolivarischen Revolution sicherstellen“, sagte er.

Maduro, ein stämmiger früherer Busfahrer, hat Chávez in den vergangenen Jahren unermüdliche Treue erwiesen und sich zu einem vehementen Fürsprecher des Präsidenten aufgeschwungen. Am 10. Januar beginnt Chávez' neue sechsjährige Amtszeit.

Chávez war erst am Freitag von einer zehntägigen medizinischen Behandlung aus Kuba zurückgekehrt. Möglicherweise wollte er die Frage seiner Nachfolge regeln. Anfang Oktober war er für eine vierte Amtszeit gewählt worden. Im Wahlkampf hatte er seinen Kampf gegen den Krebs kaum zum Thema gemacht. Seit Juni 2011 hat er sich mehreren Operationen sowie einer Chemotherapie und Bestrahlungen unterziehen müssen.

dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Italien verstärkt nach Anschlägen Schutz von Sehenswürdigkeiten
Nach den Anschlägen in Katalonien werden in Italien die Schutzmaßnahmen für Fußgängerzonen, Kunstschätze und berühmte Bauwerke verstärkt.
Italien verstärkt nach Anschlägen Schutz von Sehenswürdigkeiten
Seehofer: Obergrenze nicht ausdrücklich Koalitionsbedingung
Die Obergrenze für Flüchtlinge war ein Dauerbrenner der CSU. Parteichef Seehofer hatte sie sogar zur Bedingung für einen Koalitionsvertrag gemacht. Das sieht er nun zwar …
Seehofer: Obergrenze nicht ausdrücklich Koalitionsbedingung
US-Abgeordnete: Trumps Geisteszustand überprüfen!
Die demokratische US-Abgeordnete Zoe Lofgren will Präsident Donald Trump dazu zwingen, sich medizinisch untersuchen zu lassen - auch auf seinen Geisteszustand hin.
US-Abgeordnete: Trumps Geisteszustand überprüfen!
CSU: „Kein Abrücken von der Obergrenze“
Äußerungen des CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer zur Obergrenze für Flüchtlinge haben am Sonntag unterschiedliche Interpretationen hervorgerufen.
CSU: „Kein Abrücken von der Obergrenze“

Kommentare