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Dem scheidenden CIA-Chef John Brennan ist Donald Trumps Twitter-Aktivität ein Dorn im Auge. 

Äußerungen sind „ungeheuerlich“

CIA-Chef Brennan: Trumps Twitter-Umgang Sicherheitsrisiko für USA

Washington - Wenige Tage vor dem Amtsantritt des künftigen US-Präsidenten Donald Trump hat der scheidende CIA-Chef John Brennan mit scharfen Worten auf dessen Geheimdienstschelte reagiert.

Trumps Umgang mit dem Kurzbotschaftendienst Twitter sei ein Sicherheitsrisiko, machte Brennan im Fernsehsender Fox deutlich. Trump kündigte aber in der "Bild"-Zeitung an, dass er auch als US-Präsident bei Twitter, Facebook und Instagram als "@RealDonaldTrump" weiter Kurzmitteilungen versenden werde.

Brennan übte offene Kritik an Trumps häufiger Nutzung von Twitter: "Spontaneität ist nicht etwas, das die nationalen Sicherheitsinteressen schützt", sagte er in dem am Sonntag ausgestrahlten Interview. Zur Sicherheit der USA könne Trump besser beitragen als durch Tweets und Äußerungen. Trump müsse in dieser Hinsicht künftig "sehr diszipliniert" sein.

Brennan: „Er muss sich bewusst sein, dass seine Worte Folgen haben“

Dagegen sagte Trump in dem Interview, das "Bild" gemeinsam mit der britischen "Times" führte: "Ich dachte, ich würde es zurückschrauben, aber die Presse berichtet so unehrlich über mich - so unehrlich - dass ich mich über Twitter äußere. Und es sind nicht 140 Zeichen, es sind jetzt 140, 280 - ich kann bing, bing, bing machen und mache einfach weiter, und sie veröffentlichen es, sobald ich es twittere." "In ein paar Tagen wird er der mächtigste Mensch der Welt sein, indem er an der Spitze der US-Regierung steht, und ich meine, er muss sich bewusst werden, dass seine Worte Folgen haben", sagte hingegen der scheidende Chef des Auslandsgeheimdiensts CIA dem Sender Fox.

Mit Blick auf Trumps betont zur Schau gestellte Nähe zum Kremlchef Wladimir Putin warnte Brennan, der künftige US-Präsident erkenne offenbar nicht, welche Gefahren von Russland ausgingen. "Ich glaube nicht, dass er die russischen Fähigkeiten, Russlands Absichten und Handlungen vollständig erfasst", sagte Brennan. Der 70-jährige Rechtspopulist Trump, der sein Amt am Freitag antritt, hatte mehrfach seine Wertschätzung für Putin geäußert und bessere Beziehungen zu Russland befürwortet. Auch Brennans Kritik löste wieder eine Twitter-Reaktion Trumps aus: "Oh wirklich, sie konnten es nicht schlechter machen - siehe Syrien (rote Linie), Krim, Ukraine und der Aufbau russischer Atomwaffen. Nicht gut! War das der Verbreiter der Fake News?", twitterte Trump in Anspielung auf eine mögliche Rolle Brennans beim Bekanntwerden von Geheim-Berichten über ihn.

Brennan: Trumps Nazi-Tweet „ungeheuerlich“

Trump ist dafür berüchtigt, dass er unliebsame Kritiker mit harschen Tweets überzieht. Zuletzt hatte er die eigenen Geheimdienste beschuldigt, einen kompromittierenden Bericht gegen ihn und seine Beziehungen zu Russland in Umlauf gebracht zu haben und ihnen sogar Nazi-Methoden vorgeworfen. Brennan nannte diese Äußerungen "ungeheuerlich".

Trumps Wahlkampfteam und dem Kreml Kontakte gegeben habe. Das sei alles eine "Ablenkung", um die Präsidentschaftswahl zu "delegitimieren" und die Rechtmäßigkeit von Trumps Präsidentschaft in Frage zu stellen, sagte Pence in der Sendung "Meet the Press" des Fernsehsenders NBC.

AFP

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