Die verlassene historische Stadt Johnsonville.
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Connecticut ist der drittkleinste US-Bundesstaat.

Der Verfassungsstaat der USA

US-Bundesstaat Connecticut: Geschichte, Politik, Bevölkerung und Geografie

Connecticut ist einer der Wirtschaftsmotoren der USA mit einigen florierenden Industrie- und Technologiezweigen. Hinsichtlich des Wahlverhaltens hat sich die Bevölkerung im Laufe des 20. Jahrhunderts auf einen dauerhaften Kurs festgelegt.

  • Connecticut ist der fünfte der US-Bundesstaaten und einer der wohlhabendsten.
  • Connecticut liegt nordöstlich von New York und ist ein beliebtes Naherholungsgebiet.
  • Die Bevölkerung von Connecticut folgt bei den Wahlen einem klaren Trend.

Hartford – Connecticut wurde vor allem als erste amerikanische Kolonie berühmt, die unabhängig vom britischen Königshaus agieren durfte und eine eigene Verfassung bekam. Ein weiterer Meilenstein der Geschichte dieses US-Bundesstaates ist die Gründung der renommierten Universität Yale in New Haven.

Connecticut – Wissenswertes zu Geschichte und Gründung

Der Name Connecticut ist eine Abwandlung des indianischen Wortes „quinnehtukqut“ (langer Fluss der Gezeiten). Vor der Besiedelung durch die Europäer lebten vor allem Algonkin-Indianer in diesem Gebiet der heutigen USA. Ab dem 17. Jahrhundert erlebte der Landstrich in der Geschichte einige Höhen und Tiefen:

  • 1614 betrat der niederländische Pelzhändler und Seefahrer Adriaen Block erstmals das heutige Gebiet von Connecticut.
  • 1633 kamen die Engländer in die Region und gründeten die Siedlungen Wethersfield und Windsor.
  • 1626 kam mit Hartford eine dritte Siedlung hinzu.
  • 1639 schlossen sich die drei Gemeinden zu der britischen Kolonie Connecticut zusammen und erarbeiteten eine erste Grundordnung hinsichtlich Regierung und Wahlrecht.
  • 1662 sicherte der britische König Karl II Connecticut die Autonomie zu und die Kolonie erhielt eine eigene Verfassung.
  • 1687 machte König Jakob II diese Verfassung rückgängig und wollte Connecticut erneut unter die Regierung des britischen Königshauses stellen.
  • Der Sturz König Jacobs II im Jahre 1687 führte dazu, dass Connecticut 1688 erneut die Autonomie verliehen bekam.
  • 1776 unterschrieb der heutige US-Bundesstaat die Unabhängigkeitserklärung.
  • Am 9. Januar 1788 erfolgte die Gründung zum US-Bundesstaat.

Connecticut – ein Einblick in die Geografie

Connecticut befindet sich im Nordosten der USA und liegt am Atlantischen Ozean. Der US-Bundesstaat grenzt im Süden an den Long Island Sound, im Westen an New York und im Norden an Massachusetts. Im Osten von Connecticut befindet sich Rhode Island.

Das Staatsgebiet mit seinen Wäldern, Seen, Hügeln und Ebenen ist ein beliebtes Naherholungsgebiet von New York.

Connecticut ist nach Rhode Island und Delaware der drittkleinste der US-Bundesstaaten. Er wird auch „Sleep State“ (= Schlaf-Staat) genannt, da viele Einwohner in Connecticut wohnen, ihren Lebensmittelpunkt jedoch in der Metropole New York haben und täglich pendeln.

Connecticut – das sind die größten Städte

Im US-Bundesstaat Connecticut liegen folgende wichtige Städte:

  • Bridgeport
  • New Haven
  • Hartford
  • Stamford

Hartford ist die Hauptstadt des Bundesstaates. In New Haven liegt die Universität Yale – die drittälteste Hochschule der USA.

Connecticut: So setzt sich die Bevölkerung zusammen

Connecticut hat rund 3.576.452 Einwohner, was in etwa 249 Einwohnern pro Quadratkilometer entspricht. Die Bevölkerung setzt sich wie folgt zusammen:

  • 71,2 Prozent Weiße
  • 13,4 Prozent Hispanics oder Latinos
  • 10,1 Prozent Afroamerikaner
  • 3,8 Prozent asiatische Amerikaner
  • 0,3 Prozent Amerikanische Ureinwohner

Connecticut und die Wirtschaft

Mit einem realen Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von ca. 73.643 US-Dollar gehört Connecticut zu den reichsten Bundesstaaten der USA.

Die Haupt-Standbeine der Wirtschaft sind die Landwirtschaft sowie Industriezweige wie Maschinenbau, die Textilindustrie und die Herstellung von Atom-U-Booten und Flugzeugmotoren.

Connecticut – Diesen Favoriten hat die Bevölkerung bei den Wahlen

Connecticut war in den 1960er Jahren fest in der Hand der Demokraten. In den 70er und 80er Jahren wendete sich das Blatt zugunsten der Republikaner. Doch seit den Wahlen von 1992 hat die Bevölkerung wieder mehrheitlich für die demokratischen Kandidaten gestimmt. Das galt besonders für Barack Obama, der in diesem Bundesstaat 2008 und 2012 mit großem Vorsprung gewann. Hält dieser Trend an, könnte in Connecticut der Trump-Herausforderer Joe Biden das Rennen machen.

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