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Corona-Anstieg: Söder macht niedrige Impfquoten verantwortlich

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CSU-Parteichef: der bayerische Ministerpräsident Markus Söder.
Bayern hat die niedrigste Impfquote in Westdeutschland und weit überdurchschnittliche Fallzahlen. © IMAGO / Rolf Poss

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) macht die niedrigen Impfquoten im Süden für den rasanten Anstieg der Corona-Infektionen verantwortlich.

München - Gleichzeitig wies er am Donnerstagmorgen im ARD-Morgenmagazin Vorwürfe zurück, die Politik habe zu spät reagiert. «Es sind nicht die Staaten schuld», sagte der CSU-Chef. «Ein Teil der Menschen verhält sich (...) nach wie vor unvernünftig.» Söder forderte ein bundesweit koordiniertes Vorgehen gegen gefälschte Impfpässe.

In Bayern sind sowohl die Infektions- als auch die Todeszahlen weit überdurchschnittlich, die Staatsregierung hat deswegen für Donnerstag die neuerliche Ausrufung des landesweiten Katastrophenfalls erklärt. Damit kann das Innenministerium unter anderem die Arbeit der Behörden in der medizinischen Versorgung landesweit koordinieren.

Der Landkreis Rottal-Inn lag am Donnerstag laut Robert Koch-Institut mit einer Inzidenz von 1140,4 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen weiter bundesweit an der Spitze, gefolgt von vier weiteren bayerischen Kommunen. Das RKI meldete am Donnerstagvormittag 71 neue Pandemietote in Bayern, fast ein Drittel der bundesweit berichteten 234 Todesfälle.

Die Impfquote in Bayern ist dagegen die niedrigste in Westdeutschland. Am Mittwoch waren laut Dashboard des Bundes 65,2 Prozent der Bürger vollständig geimpft. Bremen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen haben dagegen Impfquoten von über 70 Prozent. (dpa)

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