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Paukenschlag im Landtag: Aiwanger, Piazolo und Co. in Quarantäne 

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Von: Mike Schier, Christian Deutschländer

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Hubert Aiwanger während einer Plenarsitzung im bayerischen Landtag.
Hubert Aiwanger muss in Quarantäne. © Rolf Poss/Peter Kneffel/IMAGO/afp

Omikron hat nun auch die bayerische Staatsregierung voll erwischt. Die komplette Fraktion der Freien Wähler befindet sich in Quarantäne – auch die drei Minister.

München - Eigentlich wollte sich die Fraktion der Freien Wähler im bayerischen Landtag am Mittwoch (12. Januar) zu ihrer Klausurtagung treffen. Themen: Bildung, wohnortnahe Pflege – und natürlich der Dauerbrenner Corona. Jetzt hat das Thema die Fraktion auf ganz andere Weise erwischt.

Freie Wähler: fünf Abgeordnete, vier Mitarbeiter - neun positive PCR-Tests

Vor dem Treffen verordnete die Fraktionsspitze für alle einen PCR-Test. Das Ergebnis war niederschmetternd: Fünf Angeordnete und vier Mitarbeiter wurden positiv getestet – noch am Dienstagabend sagte die Fraktion die komplette Klausur ab. „Hätten wir nur Schnelltests gemacht, wie sonst im Landtag oder bei anderen Fraktionen, wären alle negativ“, sagt Fraktionsgeschäftsführer Fabian Mehring. Man sei besonders vorsichtig gewesen.
 
Das Riesen-Problem der Freien Wähler: Kurz vor den PCR-Tests gab es noch eine Sitzung fast aller FW-Abgeordneter und Regierungsmitglieder. Jetzt ziehen sich alle Beteiligten zurück, auch zahlreiche Mitarbeiter. Der fünfte Stock im Maximilianeum ist fast völlig verwaist.  Auch drei Staatsminister sind betroffen: der stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger, Kultusminister Michael Piazolo sowie Umweltminister Thorsten Glauber.

Corona bei den Freien Wählern: Aiwanger droht längere Quarantäne

Mehring organisiert nun in Windeseile neue PCR-Tests, um herauszufinden, ob sich bei der Besprechung weitere Teilnehmer angesteckt haben. Er verspricht einen sehr vorsichtigen Kurs, im Zweifel für die Quarantäne - auch für ihn selbst, obwohl geboostert und mehrfach negativ getestet.
 
Für die normalen Abgeordneten ist das unschön, aber aushaltbar. Unangenehm dürfte die Quarantäne für Hubert Aiwanger sein, der wohl noch nicht geboostert ist. Der stellvertretende Ministerpräsident muss nun wohl volle sieben bis zehn Tage in Quarantäne, auch als Kontaktperson. (mik)

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