1. Startseite
  2. Politik

Düstere Aussicht für Ostdeutschland wegen Delta: Ostbeauftragter sieht Zusammenhang mit AfD

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Anna-Katharina Ahnefeld

Kommentare

Scharfe Kritik an der AfD: Der Ostbeauftragte der Bundesregierung sieht einen Zusammenhang zwischen niedriger Impfquote und Zustimmung zur Partei.

Essen – Die rechtspopulistische Partei Alternative für Deutschland (AfD) präsentiert sich als Gegner der Corona-Maßnahmen. Im aktuellen Wahlkampf zur Bundestagswahl macht die AfD* vor allem durch Kritik am Corona-Kurs der Regierung auf sich aufmerksam - und durch Abgeordnete, die die Impfung gegen das Coronavirus ablehnen. AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel etwa verkündete kürzlich, sich auf absehbare Zeit nicht gegen Covid-19* impfen zu lassen. Sie twitterte Ende Juli: „Gerade kehrt wieder etwas Normalität zurück, da diskutiert man über einen neuen #Lockdown, bar jeder wissenschaftlichen Logik und pünktlich vor der #Bundestagswahl. Nicht die #Delta-Variante ist gefährlich, sondern eine #Bundesregierung, die jedes demokratische Maß verloren hat!“

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, holt nun zu scharfer Kritik gegen die AfD aus. Er sieht einen klaren Zusammenhang zwischen der niedrigeren Impfquote der ostdeutschen Bundesländer und der hohen Unterstützung für die Rechtspopulisten in den Regionen.

Delta-Variante des Coronavirus: Ostbeauftragter sieht Zusammenhang mit AfD

„Es gibt zwischen der Zustimmung für die AfD und Impfablehnung einen klaren Zusammenhang. Er lässt sich nicht wegdiskutieren“, sagte der CDU-Politiker gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Und zog gar einen Vergleich zu Trump*. AfD-Funktionäre gingen aggressiv gegen das Impfen sowie die Maßnahmen vor, „ähnlich wie der frühere US-Präsident Donald Trump“. Er gehe deshalb davon aus, „dass wir in Ostdeutschland im Herbst aufgrund der Delta-Variante eine Corona-Welle sehen werden, die das Gesundheitssystem erneut an seine Grenzen bringen wird“.

AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel bekräftigte wiederum ihre Ablehnung zu unterschiedlichen Regelungen für Geimpfte und Ungeimpfte in der Corona-Politik. „Wir sind für die Freiheit für alle Bürger, egal ob geimpft oder ungeimpft“, sagte sie den Funke-Zeitungen. Mit Hygiene- und Abstandsregeln könne man schon sehr viel abfangen. Die Maßnahmen der Bundesregierung dagegen seien völlig überzogen. Klar ist: Die AfD setzt voll auf das (Nicht-)Impfen als Wahlkampfinhalt. (aka mit Material aus dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Lesen Sie auch: Die AfD hat sich längst als eine Konstante im Bundestag etabliert und gelernt, Forderungen zu stellen – in einem Rechtsstreit will sie ihren Anspruch auf ein Amt durchsetzen.

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion