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Corona-Maßnahmen spalten Deutschland: Tausende Menschen gehen in Demos auf die Straße

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Von: Patrick Freiwah

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Bundesweit werden Corona-Demos organisiert - so auch in Frankfurt
Bundesweit werden Corona-Demos organisiert - so auch in Frankfurt. © Michael Schick/Imago

Während die Politik auf die Infektionszahlen in der Corona-Pandemie reagiert, sind viele Bürger unzufrieden und gehen auf die Straße. In deutschen Städten kommt es zu Demos. News-Ticker.

Update vom 11. September, 21.03 Uhr: In Hamburg sind am Samstag Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Die Polizei der Hansestadt hatte zunächst von bis zu 10.000 Teilnehmern gesprochen, am Abend korrigierte sie die Zahl ein wenig nach unten.

Update vom 11. September, 20.15 Uhr: Auch in bayerischen Städten haben Tausende von Menschen gegen die Corona-Maßnahmen* demonstriert. In Neumarkt in der Oberpfalz trafen sich zunächst etwa 1300 Personen, wie die Polizei mitteilte. Als sich der Demonstrationszug in Bewegung setzte, hätten sich weitere angeschlossen, sodass in der Spitze rund 2000 Menschen mitliefen. Zu Verstößen sei es nur vereinzelt gekommen. Auch in Fürth versammelten sich nach Polizeiangaben mehrere Tausend Menschen zu einer Kundgebung gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Die Demonstration sei friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher.

Bei einem Impfzentrum in Straubing versammelte sich eine größere Gruppe mutmaßlicher Impfgegner, wie die Polizei mitteilte. Von dort aus sei die Gruppe zum Stadtplatz im Straubinger Zentrum gezogen und diesen mehrfach auf- und abgeschritten. Angemeldet sei die Veranstaltung nicht gewesen, teilte die Polizei mit. In der Spitze seien knapp 1000 Menschen bei der Corona-Demo mitgelaufen. Auch in München und Augsburg haben Hunderte von Menschen an Protestmärschen teilgenommen.

Derweil erhitzt der Leiter der Intensivstation eines bayerischen Krankenhauses die Gemüter: Er kritisierte die Impfpolitik.

Corona-Proteste: Bürger demonstrieren am Samstag gegen Einschränkungen

Update vom 11. September, 18.50 Uhr: In Frankfurt haben am Samstag über 100 Menschen an einer verbotenen Demonstration gegen die geltenden Corona-Maßnahmen teilgenommen. Die Polizei löste die Versammlung nach eigenen Angaben auf. Beamte überprüften Personalien und sprachen Platzverweise aus. Die Kundgebung in der Innenstadt verlief allerdings friedlich. Die Stadt hatte am Donnerstag die angemeldete Demonstration untersagt: Sie befürchtete, Protestler würden „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ die wegen Corona geltenden Auflagen missachten.

In Trier gingen mehrere Hundert Menschen wegen der Corona-Regeln der Regierung auf die Straße: Mehr als 400 von ihnen demonstrierten gegen die Vorschriften und die begrenzte Impfpflicht. Die anderen etwa 100 Menschen hatten sich laut Polizei zu einer Gegendemonstration versammel. Zu größeren Zwischenfällen sei es nicht gekommen. Gegen Kritiker der Corona-Maßnahmen hätten mehrere Platzverweise verhängt werden müssen, weil sie Anordnungen der Polizei ignorierten.

Derweil ergaben Untersuchungen, dass nahezu in jedem dritten Betrieb geltende Corona-Regeln missachtet* werden.

Corona-Demos in Deutschland: Nicht nur Impfgegner nehmen daran teil

Erstmeldung vom 11. Dezember 2021: München - Aufgrund der besorgniserregenden Corona-Entwicklung der vergangenen Wochen, die viele Wissenschaftler bereits vor längerer Zeit vorhergesagt* hatten, sind die politischen Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionslage zuletzt merklich strenger geworden. Das betrifft Deutschland als auch viele weitere Länder, wenngleich es Regionen gibt, in denen Covid-19 längst bezwungen scheint, wie zum Beispiel Schweden*.

Während Bund und Länder fortlaufend auf die Entwicklung der grassierenden Pandemie reagieren und die Einschränkungen anpassen, herrscht in weiten Teilen der Bevölkerung aufgrund der schieren Endlosigkeit Frustration. Das betrifft zum einen jene Menschen, die sich nichts sehnlicher wünschen als ein Ende der Gefahrenlage für sich und ihre Liebsten.

Auf der anderen Seite gibt es nach wie vor Personen, die sich aus verschiedenen Gründen gegen eine Impfung stemmen. Ein bundesweiter Impfzwang wurde nach wie vor nicht beschlossen, während die Regierungen manch anderer Länder wie zum Beispiel Österreich genau diesen Weg beschreiten*.

Corona-Demos: Proteste auf der ganzen Welt - Nicht nur Querdenker sorgen sich

Nicht nur im Nachbarland, auch in Deutschland gibt es Bürgerbewegungen und Proteste, bei denen Menschen ihren Unmut gegen die derzeitigen Corona-Maßnahmen äußern. Was in der öffentlichen Debatte gerne vergessen wird: Bei den Teilnehmern handelt es sich nicht nur um Impfverweigerer („Querdenker“) oder jene Personen, die auf einen Totimpfstoff* warten: Unter den Protestlern befinden sich auch (geimpfte) Bürger, die einerseits um ihre Entscheidungsfreiheit bangen, andererseits die drohende Spaltung innerhalb der Bevölkerung mit Sorge betrachten.

Schließlich treiben unterschiedliche Ansichten über das Pandemie-Geschehen oftmals einen Keil zwischen Familien und Freunde*. Eines verbindet jedoch die allermeisten: Sie möchten die belastende Situation schnellstmöglich beendet sehen. (PF/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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