Protest gegen Protest
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Eine „Querdenken“-Demonstration protestierte in Frankfurt am Main gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung. Gegen diese protestierte eine Gegendemonstration. Gegen diese ging die Polizei mit Wasserwerfern vor. Foto: Boris Roessler/dpa

Querdenken 69

Corona-Demo in Frankfurt: Polizei setzt Wasserwerfer ein - gegen die Gegendemonstranten

Corona-Demo in Frankfurt: Polizei löst Versammlung nach Verstößen auf. Wasserwerfer werden auch gegen Gegendemonstranten eingesetzt.

Frankfurt (Main) - Es bleibt offenbar auch nach Wochen der Demonstrationen ein unauflösbares Dilemma für Menschen, die gegen Corona-Auflagen demonstrieren wollen. Die Gegner von Abstandsregeln und Maskenpflicht sollen sich - ausgerechnet bei der Demonstration dagegen - an derartige Auflagen halten.

In Frankfurt am Main hatte das Bündnis „Querdenken 69“ für Samstag eine Demonstration gegen die Maßnahmen der Bundesregierung angekündigt. Angemeldet waren 2000 Teilnehmer. Noch am Nachmittag twitterte die Organisation ein Video eines Demonstrationszugs, bei dem Menschen mit weitem Abstand durch die Fußgängerzone laufen. Vereinzelt sind sogar Mundschutzmasken zu erkennen.

Doch zur fast gleichen Zeit berichtet eine Journalistin bereits von einem „tätlichen Angriff“ auf sie:

Querdenken-Demo in Frankfurt: Zug durch die Altstadt mehrfach angehalten

Der Zug war am Hauptbahnhof mit mehreren Hundert Teilnehmern gestartet, so die dpa. Zunächst waren also deutlich weniger als die von den Veranstaltern angemeldeten 2000 Teilnehmer anwesend. Nachdem der Versammlungsleiter mehrfach aufgefordert worden war, die Hygieneauflagen zu kommunizieren, hielten sich offenbar nicht alle Teilnehmer daran.

So wurde der Zug mehrfach von der Polizei aufgehalten. Auch die Abschlusskundgebung wurde offenbar wegen Verstößen gegen die Auflagen aufgelöst. Zur Räumung des Rathenauplatzes seien - laut dpa - Wasserwerfer eingesetzt worden.

Querdenken-Demo in Frankfurt: Polizei setzt Wasserwerfer gegen Demonstranten ein

In ganz Frankfurt hatten sich unterdessen Gegendemonstranten versammelt. Sie wollten sich dem Zug offenbar in den Weg stellen. Wie die Polizei auf Twitter verkündet, wurden zur Räumung der Straße für den Zug der „Querdenker“ allerdings auch Wasserwerfer eingesetzt.

Diese Aktion löst in den sozialen Netzwerken Protest aus. „Darf ich davon ausgehen, dass das Nichttragen von MNS durch die Querdenker von der Polizei Frankfurt NICHT als Angriff auf Polizeibeamte gewertet wird? Und wenn ja, warum nicht?“, schreibt eine Frau auf Twitter.

(kat) *Merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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