Wasserwerfer und Schlagstöcke im Einsatz

Kurz vor Wahl: Niederländische Polizei geht gegen Demonstranten vor - Corona-Demo aufgelöst

  • Josef Forster
    vonJosef Forster
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Die niederländische Polizei löste eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen auf. Die Protestanten verstießen gegen Auflagen und attackierten Sicherheitskräfte.

Den Haag - Kurz vor den Parlamentswahlen in den Niederlanden eskalierten die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung. An einem zentralen Platz in der niederländischen Stadt versammelten sich mehrere tausend Menschen, um gegen die Corona-Politik zu demonstrieren. Die Polizeikräfte beendeten die Kundgebung, es kam zu Ausschreitungen. Nach dpa-Informationen wurden 20 Personen festgenommen.

Corona-Proteste in Den Haag: Polizei setzt Wasserwerfer und Schlagstöcke ein

Für die Corona-Demonstration waren Berichten zufolge nur 200 Teilnehmer zugelassen. Demonstranten weigerten sich, der Aufforderung der Polizei zu folgen und den Platz zu verlassen. Daraufhin löste die Polizei die Kundgebung auf. Medienberichten zufolge kamen dabei Wasserwerfer und Schlagstöcke zum Einsatz. Im Rahmen der Demonstration sei es zu Übergriffen der Protestanten auf die Sicherheitskräfte gekommen. Protestanten hätten die Polizei mit Feuerwerkskörpern angegriffen, einen Polizisten bedrängt sowie einen Polizeihund getreten, zitiert die dpa die niederländischen Behörden.

Niederlande wählt ab Montag ein neues Parlament - Unruhen im Vorfeld wegen Corona-Politik

Rund 13 Millionen Bürger sind ab Montag aufgerufen, die 150 Abgeordneten der Zweiten Kammer zu wählen. In den Umfragen liegt die rechtsliberale VVD des Ministerpräsidenten Mark Rutte unangefochten auf Rang 1. Die Ausgangssperre im Rahmen des Lockdowns wird auch an den drei Wahltagen aufrechterhalten. Allerdings gibt es für Spätwähler und Mitarbeiter der Wahllokale Ausnahmeregelungen. Zum ersten Mal wird die Parlamentswahl an drei Tagen abgehalten. Die Behörden wollen die Wählerströme entzerren, um so die geltenden Hygienemaßnahmen zu gewährleisten.

Schon im Januar wurde die Niederlande von gewaltsamen Protesten gegen die Corona-Politik der Regierung erschüttert, Anfang des Monats detonierte ein Sprengsatz in der Nähe eines Corona-Testzentrums im Ort Bovenkarspel. Vor allem die nächtliche Ausgangssperre nehmen die Protestanten zum Anlass, um gewaltsam gegen die Corona-Politik der Regierung zu demonstrieren. (jjf)

Rubriklistenbild: © Peter Dejong/picture alliance/dpa/AP

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