Christian Deutschländer, Leiter der Politik-Redaktion des Münchner Merkur.
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Christian Deutschländer, Leiter der Politik-Redaktion des Münchner Merkur.

Kommentar

Merkels Aussage war ungeschickt - aber in der Sache hat sie Recht

  • Christian Deutschländer
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Kanzlerin Merkel hat sich ungeschickt ausgedrückt - in der Sache aber Recht. Ein Kommentar von Christian Deutschländer, Leiter der Politik-Redaktion des Münchner Merkur.

  • Die Debatten um eine Exit-Strategie aus den Coronavirus*-Maßnahmen werden rauer. 
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warnte vor „Öffnungsdiskussions-Orgien“.
  • Aber die Grundlinie muss lauten: von Entwarnung keine Spur.

München - Es ist eine Gnade, die Bilder von den endlosen Reihen der Särge in Bergamo*, von den mit Leichen gefüllten Kühllastern in New York* verdrängen zu können. Vergessen sollten wir sie nicht. Die erste Welle an Infektionen ist in Deutschland gebrochen, dank schnellem Handeln der Politik und beeindruckender Disziplin sehr vieler Bürger. Doch noch schützt kein Impfstoff*, kein Medikament. 

Kanzlerin Merkel hat sich ungeschickt ausgedrückt mit der Warnung vor „Öffnungsdiskussions-Orgien“* – in der Sache hat sie aber Recht: Der Weg raus aus den Corona-Maßnahmen* wird komplizierter als der Weg rein.

Merkels Aussage war ungeschickt - aber in der Sache hat sie Recht

Die Debatten sind schon rauer geworden. Schon melden sich die Ersten, die den Sinn aller Einschnitte negieren – dass die Deutschen ja jetzt nur zu Tausenden, nicht zu Zehntausenden sterben, verführt offenbar zu Zynismus. Gewichtiger ist, dass nachvollziehbare Sorgen der Menschen stetig wachsen: fehlende Kinderbetreuung und der Unterricht daheim greifen massiv in das Leben vieler Familien ein, wirtschaftliche Ängste nehmen zu.

Corona-Maßnahmen und Exit-Strategie: Auf die Grundlinie muss Verlass sein

Umso wichtiger ist jetzt ein klarer Kurs der Regierungen. Geradliniger als in den letzten Tagen mit dem entwarnenden Bundesgesundheitsminister und der mahnenden Kanzlerin, dem Alleinentscheider Söder in Bayern* und seinem Sperrt-schnell-wieder-auf-Vize Aiwanger. Um Details darf man ringen, um Blumenmärkte oder Buchläden, da darf sich die Politik auch mal korrigieren – aber die Grundlinie muss verlässlich sein. Sie muss derzeit heißen: von Entwarnung keine Spur. Die Masken*, ab jetzt steter Begleiter, werden uns auch im Alltag daran erinnern, dass die Normalität noch sehr weit weg ist.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Infektionszahlen-Obergrenzen, Lockerungen und Demos: Die Corona-Krise bestimmt in Deutschland den Diskurs. Angela Merkel berät sich am 11. Mai mit dem Corona-Kabinett - und will sich in einem Statement äußern. 

Die Bundesregierung hat in der

Corona-Krise ein Konjunkturpaket

erlassen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) stellte sich dazu den Fragen von ARD und ZDF

- dabei zeichnete die Kanzlerin eine düstere Prognose und äußerte sich klar zu einer Einstellung bezüglich einer weiteren Amtszeit.  

Die Bundesregierung um Angela Merkel wird offenbar von einem Spionage-Fall erschüttert.

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