„Scharren seit Wochen mit den Hufen“

Vor Gipfel mit Merkel: Impf-Garantie bis zu den Sommerferien? Linder mit Forderung und bitterem USA-Vergleich

  • Florian Naumann
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Wenn Hausärzte bei den Corona-Impfungen helfen, könnte alles viel schneller gehen. Hoffnungen ruhen nun auf dem Bund-Länder-Termin am 17. März. Der News-Ticker zum Impf-Gipfel.

  • Bund und Länder wollen, dass die Hausärzte beim Impfen mithelfen (siehe Erstmeldung).
  • Die Länderchefs und Kanzlerin Merkel* wollen dazu am 17. März beraten (siehe Update vom 12. März, 11.30 Uhr).
  • FDP-Chef Lindner warnt nun vor „Fahrlässigkeit“ bei dem Thema (siehe Update vom 113 März, 10.35 Uhr).
  • Dieser News-Ticker wird regelmäßig aktualisiert.

Update vom 13. März, 10.35 Uhr: Am Mittwoch (17. März) ist Impfgipfel der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel* (CDU) - und die Erwartungen sind hoch. FDP*-Chef Christian Lindner hat die Bundesregierung nun aufgefordert, den Bürgern eine Garantie für eine Corona-Erstimpfung bis zum Beginn der Sommerferien zu geben.

Merkel hatte davon gesprochen, dass allen Erwachsenen bis zum kalendarischen Sommerende am 21. September ein Impfangebot gemacht werden solle.

Dazu müsse es beim Impfgipfel aber handfeste Ergebnisse geben. „Insbesondere erwarte ich, dass schneller über Haus-, Fach- und Betriebsärzte geimpft wird“, sagte Lindner der dpa. US-Präsident Joe Biden habe den US-Bürgern zum Nationalfeiertag am 4. Juli ein weitgehend normales Leben in Aussicht gestellt - die Bürger in Deutschland wüssten dagegen noch nicht einmal, ob das Land am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, so weit sei, sagte Lindner weiter.

Kaum ein anderes Land habe so ein engmaschiges Netz an Praxisärzten wie Deutschland. Fahrlässig sei es, wenn dieser Vorteil nicht genützt würde „und andererseits Impfstoff herumliegt, weil er nicht schnell genug verimpft werden kann“.

FDP-Chef Christian Lindner macht vor dem Impf-Gipfel mit Kanzlerin Angela Merkel Druck.

Corona-Impf-Gipfel in Deutschland: Termin mit Kanzlerin Merkel steht

Update vom 12. März, 11.30 Uhr: Große Hoffnungen auf Durchbrüche beim Thema Corona-Impfungen in Deutschland gab es am Mittwoch: Die Gesundheitsminister der Länder berieten in einer Art Mini-Gipfel über den Start der Vakzinierung bei den Hausärzten - doch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) machte die Angelegenheit einmal mehr zur Chefsache. Das Vertrauen in Minister Jens Spahn und seine Amtskollegen in den Bundesländern scheint also nicht allzu groß.

Nun gibt es immerhin einen Termin für die finalen Beratungen auf dem großen Regierungs-Parkett: Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen sich am 17. März mit dem Thema befassen. An diesem Mittwoch wolle man sich von 19.00 Uhr an über aktuelle Impf-Fragen abstimmen, erfuhr die dpa am Freitag aus Teilnehmerkreisen.

Die Gesundheitsminister hatten sich am Mittwoch auf die 16. Kalenderwoche (19. bis 25. April) oder früher als Starttermin für die routinemäßigen Impfungen in Arztpraxen geeinigt - sollten dies die Liefermengen zulassen. Daran gibt es allerdings bereits Zweifel (siehe voriges Update). Am 22. März will sich Merkel wie geplant mit der Ministerpräsidentenrunde über das weitere Vorgehen im Corona-Lockdown abstimmen.

Der Termin für den Impfgipfel der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel (r.) steht.

Corona-Impf-Misere in Deutschland: Gassen rechnet nicht mit Hausarzt-Start im April

Update vom 11. März, 8.25 Uhr: Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, sieht die Haus- und Fachärzte nicht wie von der Bundesregierung geplant im April mit den Corona-Impfungen starten. Auf die Impfressourcen könne „wohl erst im Mai in Arztpraxen zurückgegriffen werden“, sagte Gassen im ZDF-“Morgenmagazin“. Es fehle an Impfstoff. Außerdem habe die Regierung entschieden, vorerst die Menschen prioritär weiter in Impfzentren zu immunisieren.

„Fünf Millionen Impfungen pro Woche sind in Arztpraxen ohne große Anstrengung machbar“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende. Voraussetzung sei, dass diese Impfstoffmengen verfügbar seien. „Dann wären 50.000 oder 100.000 Praxen im Impfprozess beteiligt. Das können sogar mehr werden“, stellte Gassen in Aussicht. Nach Beratungen im Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch hieß es, die Corona-Impfungen in den Hausarztpraxen könnten routinemäßig wohl erst Mitte April starten (siehe vorheriges Update).

Corona-Impfungen: Hausärzteverband kritisiert Verzögerung

Update vom 11. März, 6.28 Uhr: Am Mittwoch hätte ein Datum feststehen können, nun sollen Kanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder für den Starttermin für Corona-Impfungen bei Hausärzten entscheiden (siehe Update vom 10. März, 13.16 Uhr). Der Chef des Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, kritisierte die nun entstehende Verzögerung. „Wir sind nicht nur bereit, wir scharren schon seit Wochen ungeduldig mit den Hufen“, sagte er dem Deutschlandfunk. Er könne nicht nachvollziehen, dass „man das Volk sozusagen im Lockdown hält“, statt es zu impfen. Die Impfzentren seien am Anfang sicher notwendig gewesen. In den Praxen könne aber schneller und besser geimpft werden.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich am Mittwoch auf die Empfehlung geeinigt, mit den Corona-Impfungen in den Hausarztpraxen routinemäßig Mitte April zu beginnen. Begründet wurde dies damit, dass noch nicht genügend Impfstoff für einen früheren Start zur Verfügung stehe. Zuvor war ein Impfstart in den Praxen Anfang April anvisiert worden (siehe Erstmeldung).

Unterdessen boten auch die Zahnärzte an, bei den Corona-Impfungen zu unterstützen. Zahnärzte seien als approbierte Ärzte grundsätzlich dazu befähigt, Impfungen durchzuführen, sagte der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Wolfgang Eßer, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Mit ihrer Expertise und Fachkompetenz hat die Zahnärzteschaft schon frühzeitig ihre Unterstützung bei Test- und Impfmaßnahmen angeboten. Das Angebot gilt weiterhin.“

Corona-Impfung in Hausarztpraxen: Voraussetzung laut Ministerpräsidentin Dreyer ist mehr Impfstoff

Update vom 10. März, 16.25 Uhr: Werden die Hausärzte in Bälde Deutschland den großen Durchbruch bei den Corona-Impfungen bringen? Eine Landeschefin warnt vor zu großen Erwartungen: Die Einbeziehung der Arztpraxen in die Corona-Impfkampagne setzt nach Ansicht der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) voraus, dass deutlich mehr Impfstoff zur Verfügung steht. „Neue Impfstationen mit aufzunehmen, hängt davon ab, ob der Impfstoff auch wirklich kommt“, sagte Dreyer am Mittwoch der dpa. „Alles andere macht keinen Sinn, sondern wir verteilen dann nur den vorhanden Impfstoff noch mal auf alle möglichen Instanzen, ohne dass wir schneller werden.“

Dreyer weiter: „Es wird im Moment der Eindruck verbreitet, als hätten wir nicht die Infrastruktur, sondern bei uns würde Impfstoff rumliegen. Das ist aber nicht so. Bei uns liegt überhaupt kein Impfstoff rum. Wir verimpfen alles, was da ist.“ Sie sei optimistisch, dass sich die Impfstoffmengen jetzt erhöhen werden. Biontech habe das auch angekündigt.

Eine Entscheidung zum weiteren Vorgehen wird es vorerst noch nicht geben: Die Gesundheitsminister der Länder wollten noch am Mittwoch eine gemeinsame Empfehlung in dieser Frage erarbeiten, die endgültige Entscheidung solle dann aber erst in einer Spitzenrunde von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder fallen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Die Angelegenheit wird also „Chefsache“. Diese Runde solle „zeitnah“ noch vor der für 22. März geplanten Ministerpräsidentenkonferenz stattfinden.  Ziel sei frühestmöglich, aber spätestens in der Woche vom 19. April mit dem Impfen bei Hausärzte zu starten, beschlossen die Minister nach Beratungen.

Corona-Impfungen in Deutschland: Bayern und Sachsen nehmen Kurs auf die „Riegel-Impfung“

Gesundheitsminister Jens Spahn (r.) und sein bayerischer Amtskollege Klaus Holetschek (l.) in der Bundespressekonferenz.

Update vom 10. März, 13.40 Uhr: Künftig soll eine Änderung der Impfverordnung sogenannte Riegel- oder Ringimpfungen in besonders betroffenen Grenzregionen mit hohem Infektionsgeschehen ermöglichen. Das sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Nachdem dies zu einer Region in Sachsen bekannt wurde (siehe Update vom 10. März, 13 Uhr), kündigte auch Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) an, dass in Corona-Hotspots künftig von der vorgegebenen Impfreihenfolge abgewichen werden kann. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe ihm zugesagt, die Impfverordnung des Bundes entsprechend zu ändern, sagte Holetschek der Deutschen Presse-Agentur.

„Es geht darum, dieses Ausbruchsgeschehen in den Griff zu bekommen“, sagte Holetschek. Als Beispiel nannte er mögliche Reihenimpfungen in Betrieben, in denen es vermehrt Corona-Infektionen gebe. Theoretisch könnten dann auch alle über 18 geimpft werden, wo dies sinnvoll sei, sagte Holetschek. Über das Vorgehen müssten aber jeweils die Behörden vor Ort entscheiden.

Corona-Impfung: Merkel soll mit den Ländern über Starttermin entscheiden

Update vom 10. März, 13.16 Uhr: Die Arztpraxen warten auf einen Termin, ab wann sie ihre Patienten gegen Corona impfen dürfen. Über den genau Startpunkt sollen nun Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder entscheiden. Dies soll „zeitnah“ noch vor der anstehenden nächsten Bund-Länder-Beratungen am 22. März geschehen, wie Regierungssprecher Steffen Seibert laut dpa ankündigte. Als Basis dafür sollten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern eine Empfehlung vorlegen.

Bundesminister Jens Spahn (CDU) hatte zuvor im Kabinett für ein solches Vorgehen geworben, wie eine Sprecherin des Ressorts sagte (siehe Update vom 10. März, 13 Uhr). Scheinbar gibt es auch unterschiedliche Einschätzungen unter den Ländern dazu.

Corona-Impfung bei Hausärzten: Gesundheitsminister Spahn will bundeseinheitliches Vorgehen

Update vom 10. März, 13 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich für einen gemeinsamen Beschluss mit den Ministerpräsidenten zur Einbeziehung der Arztpraxen in die Corona-Impfungen ausgesprochen. Das verlautete am Mittwoch aus Regierungskreisen, wie die dpa berichtete. Nach Angaben der Bild warb Spahn auch im Kabinett angesichts unterschiedlicher Einschätzungen unter den Ländern dafür. Umso wichtiger sei nun ein gemeinsames Agieren.

Das Gesundheitsministerium erklärte auf Anfrage der dpa, Ziel sei weiterhin, Anfang April mit Impfungen in den Praxen zu beginnen. Dabei solle es ein bundeseinheitliches Vorgehen geben, um auch Vertriebswege über den Großhandel und Apotheken zu nutzen. Die regionalen Impfzentren der Länder sollen weiterarbeiten, Termine sollen bestehen bleiben. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten am Mittwoch über Details (siehe Erstmeldung).

Zudem erreicht eine positive Nachricht die EU: Die Impfstoff-Hersteller Biontech und Pfizer wollen in den nächsten beiden Wochen vier Millionen Dosen zusätzlich an die Europäische Union liefern, wie Kommissionschefin Ursula von der Leyen* sagte. Man habe das Zusatzpaket ausgehandelt, damit EU-Staaten in Corona-Hotspots impfen und ansteckendere Virusvarianten bremsen könnten. Vom Zusatzkontingent könnte Deutschland nach dem internen EU-Verteilschlüssel 18,6 Prozent bekommen, also 740.000 Dosen. Die Bundesregierung muss entscheiden, ob sie von dieser Option Gebrauch macht und wie die Mengen auf die Bundesländer verteilt würden.

Corona-Impfung: Mehr Dosen für Hotspots in der Grenzregion - Abweichung von Impfpriorität möglich

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte nach der Mitteilung der EU an, dass die bayerischen Corona-Hotspots an der Grenze zu Tschechien kurzfristig noch einmal 100.000 zusätzliche Dosen Impfstoff bekommen sollten. Damit gebe es mit den schon versprochenen Sonderzuteilungen insgesamt 150.000 Dosen zusätzlich für die von der britischen Virusvariante besonders betroffenen Grenzregionen.

Mittlerweile billigte Spahn auch den Plan der sächsischen Landesregierung, im Landkreis Vogtland von der Impfpriorität abzuweichen. Nach einem Gespräch mit Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) habe man vereinbart, dass dort ein „Schutzriegel“ durch Impfungen möglich sei, wie er im ZDF sagte. Damit soll verhindert werden, dass sich im stark betroffenen Grenzgebiet zu Tschechien viele Menschen anstecken und die Krankheit weiter ins Landesinnere tragen. Damit könnten demnächst in der Region alle ab 18 Jahren geimpft werden.

Corona-Impfung: Ab Anfang April sollen Hausärzte bei Impfungen unterstützen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sucht mit den Länder-Ministern nach einer Lösung für Corona-Impfungen beim Hausarzt.

Erstmeldung vom 10. März: Berlin - Es könnte der Durchbruch werden: Künftig sollen Hausärzte in Deutschland gegen Corona impfen. Dann können sich Impf-Willige direkt bei ihrem Arzt des Vertrauens piksen lassen und müssten nicht mehr zu einem Impfzentrum gehen. Doch willkürliches Impfen ohne Orientierung an der bestehenden Prioritätsliste* will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)* nicht. „Ich habe ein sehr hohes Vertrauen in die Ärztinnen und Ärzte, dass sie zuerst diejenigen Patienten impfen wollen, die auch am meisten gefährdet sind“, sagte er im ZDF-“Morgenmagazin“.

Aber noch ist für die Corona-Impfungen beim Hausarzt lange nicht alles geklärt. Wann soll es losgehen? Die Ärzte warten auf den Startschuss und weitere Regeln der Politik. Deshalb wollen sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern noch einmal zusammensetzen und am Mittwoch den genauen Zeitpunkt für den Start festlegen. Immerhin eine erste Einigung gibt es bereits: Das Datum soll im Zeitraum Anfang April liegen. Jetzt soll es darum gehen, wie die erwarteten Impfstoffdosen auf die Impfzentren und die Praxen verteilt werden.

Corona-Impfung beim Hausarzt: Vorschlag von Spahn soll für Verärgerung bei Landesministern geführt haben

Wie gut die Stimmung ist, wird sich zeigen, denn: Bei einer Schalte am Montag zwischen den Ministern soll es laut einem Bericht von Business Insider zu einem Eklat gekommen sein. Demnach soll Spahn die Länder mit einem Beschlussentwurf überrascht haben, wonach die Impfzentren und mobilen Impfteams - die derzeit im Einsatz sind - ab April deutlich weniger Impfdosen pro Woche erhalten sollen als dann die Hausarztpraxen. Auch Zahlen nennt das Nachrichtenportal: maximal 1,25 Millionen Impfstoffdosen pro Woche für Impfzentren und mobilen Teams der Länder, im Schnitt rund 2,7 Millionen Impfstoffdosen pro Woche schrittweise für die etwa 75.000 Hausarztpraxen.

Damit bekämen die Länder deutlich weniger Spielraum und Verantwortung. Eine Lehre aus Spahns Leitsatz, die Länder seien zuständig, alle verfügbaren Impfdosen schnellstmöglich zu verimpfen - und den folgenden mauen Ergebnissen? Jedenfalls soll der Vorschlag für Verärgerung gesorgt haben. „Spahn hätte ja erstmal fragen können, wie die Planungen sind, und dann hätte man gemeinsam eine Lösung finden können. Der sucht förmlich den Ärger“, ließ sich ein offenbar angefressener Teilnehmer der Konferenz von Business Insider zitieren. Zu wenig Impfstoff sei das Problem. Schlussendlich wurde der Vorschlag abgelehnt. Jetzt am Mittwoch wird weiter verhandelt.

Bislang laufen in manchen Bundesländern nur Modellprojekte für Impfungen in Praxen. Bund und Länder erhoffen sich, dass durch die Impfung bei Hausärzten alles schneller geht. Laut Robert-Koch-Institut* (Stand: 9. März) haben 6,7 Prozent der Menschen in Deutschland eine Erstimpfung erhalten, 3,1 Prozent auch die zweite Impfung.

Mithilfe von Corona-Impfungen beim Hausarzt könnte es mit dem Bevölkerungsschutz deutlich schneller gehen

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hält es indes für möglich, dass in Deutschland ab April 20 Millionen Menschen monatlich gegen das Coronavirus geimpft werden können. Eine Erstimpfung für die erwachsene Bevölkerung könne schon in der ersten Juni-Hälfte, die weitgehende Immunisierung Anfang August abgeschlossen sein, sagte
er der Welt. Voraussetzung dafür sei aber ein rascher Nachschub an Impfstoffdosen. Zeitlich wäre das früher als von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bisher als Ziel formuliert: Sie will allen Bürgern bis zum Ende des Sommers am 21. September ein Impfangebot machen - wenn alles läuft wie geplant.

Nach den Hausärzten kommen dann auch noch die Betriebsärzte ins Spiel. Die bundesweit rund 12.000 Werksmediziner könnten „pro Monat etwa fünf Millionen Beschäftigte impfen“, sagte die Vizepräsidentin des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Anette Wahl-Wachendorf, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Im Unterschied zu Hausärzten, die sich auch um akute Krankheitsfälle kümmern müssen, seien Betriebsärzte vor allem mit Vorsorgeuntersuchungen befasst. (cibo/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Tobias Schwarz/AFP

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