Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, kommt am Nachmittag zu der Sitzung des Brandenburger Landtages und nimmt vor seiner Rede zu den Ergebnissen der erneuten Beratung im Kanzleramt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie die Maske ab am 24.03.2021.
+
Dietmar Woidke (SPD) fordert einen neuen Impfgipfel von Bund und Ländern.

Corona-Krise

Trotz Notbremse: Kommt jetzt der nächste Gipfel? Erste Forderungen werden laut: „Der Bund ist in der Pflicht...“

  • vonDana Popp
    schließen

Nachdem Ärger um die Corona-Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson ist die Impfkampagne in Deutschland gestört. Nun werden die ersten Stimmen laut, die einen erneuten Impfgipfel fordern.

Potsdam - Die Impfkampagne in Deutschland wird durch den Ärger um die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson* beeinträchtigt. Alle unter 60-Jährigen, die eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten haben, sollen in der Regel die Impfstoffe von Biontech/Pfizer oder Moderna für die Zweitimpfung erhalten. Aber auch eine Zweitimpfung mit Astrazeneca soll auf Wunsch weiter möglich sein. Der Grund dafür sind Verdachtsfälle auf eine Hirnvenen-Thrombose nach der Impfung mit Astrazeneca.

Deutschlands oberster Kassenarzt, Andreas Gassen, bezeichnete Astrazeneca bereits als den „umstrittenen“ Impfstoff und wehrte sich dagegen, dass auch Hausärzte ihn in großen Mengen verimpfen sollen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. In Brüssel teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen* mit, dass die EU bis Ende Juni 50 Millionen zusätzliche Biontech/Pfizer-Dosen bekommt. Auf Deutschland entfielen im zweiten Quartal dann statt 40,2 Millionen insgesamt knapp 50 Millionen Dosen dieses Impfstoffs.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke fordert einen neuen Impfgipfel

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) fordert in der Corona*-Pandemie mehr Impfstoff und fordert einen neuen Impfgipfel von Bund und Ländern. „Impfen ist der einzige Ausweg aus der Pandemie und den Beschränkungen der Grundrechte. Wir brauchen dringend mehr Impfstoff“, sagte Woidke am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. „Der Bund ist in der Pflicht, die Impfstoffversorgung sicherzustellen und für zuverlässige und planbare Lieferung zu sorgen. Deshalb fordern wir dringend einen Impfgipfel der Länder mit der Bundesregierung.“ Im März stimmten sich Bund und Länder bereits auf einem Impfgipfel ab.

Die Vereinbarung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern, in Bezug auf die Zweitimpfung für Patient:innnen unter 60*, die bereits eine erste Impfung mit Astrazeneca erhalten haben, hat in Brandenburg Folgen: Für die Impfzentren werden vorerst keine neuen Termine für Erstimpfungen mit den Impfstoffen von Biontech und Moderna vergeben. Denn für rund 60.000 Menschen müssen die notwendigen Zweitimpfungen, die ursprünglich mit dem Präparat von Astrazeneca vorgesehen waren, neu geplant werden. (dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare