Gesundheitsminister Jens Spahn beugt sich von seinem Sitz im Bundestag-Plenarsaal zu Finanzminister Olaf Scholz herunter und redet mit ihm.
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Zwei Minister mit gegenläufigem Umfrage-Trend: Jens Spahn (hinten, CDU) und Olaf Scholz (SPD)

Erhebung kurz vor Corona-Gipfel

Umfrage: Spahn auf dem absteigenden Ast - Scholz dagegen darf jubeln

  • Franziska Schwarz
    vonFranziska Schwarz
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Der Gesundheitsminister ist laut einer Umfrage nicht mehr unter den Top 3. Die Linken-Politikern Sahra Wagenknecht liegt vor ihm, genauso wie vor CDU-Parteikollege Armin Laschet.

Berlin - Es ist nicht die erste Umfrage, die für Jens Spahns Krisenmanagement sinkende Zustimmung ermittelt. Aber eine der jüngsten: Der CDU-Vize belegt im Focus-Ranking nur noch Platz 5 von 22 abgefragten deutschen Spitzenpolitikern. Vorige Woche war es noch Platz .3.

„Inwiefern vertreten die folgenden Politikerinnen und Politiker Ihre Interessen?“, lautete die Frage von Focus und dem Meinungsforschungsinstitut Insa an 1501 Teilnehmer zwischen dem 26. Februar und 1. März. Möglich war eine Punktvergabe zwischen 0 und 300. Der Gesundheitsminister erhielt 111.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hingegen verbesserte sich um 4 Punkte und blieb mit 149 Punkten auf Platz 1, den zweiten Platz belegte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz steigt in der Corona-Krise in Umfrage

Die „Gewinner“ in dieser Umfrage sind aber die SPD und die Grünen. Elf Punkte mehr als in der Vorwoche erhielt SPD-Kanzlerkandidat und Vizekanzler Olaf Scholz (120 Punkte - Platz 3). Seine Parteikollegen Kevin Kühnert und Saskia Esken verbesserten sich auf Platz 13 beziehungsweise 16.

Das Grünen-Führungs-Duo Robert Habeck (plus 10 Punkte) und Annalena Baerbock belegen aktuell Platz 7 und 8.

Umfrage: Laschet landet hinter Wagenknecht, Weidel auf dem letzten Platz

Wo ist der neue CDU-Vorsitzende Armin Laschet in dieser Liste? Auf Platz 6 - hinter Sahra-Wagenknecht (Die Linke), die Platz 5 erreicht. Schlusslicht in der Erhebung wurde Alice Weidel (AfD).

Spahn steht zunehmenden wegen der schleppenden Impf-Tempos in Deutschland sowie der versprochenen kostenlosen Corona-Schnelltests in der Kritik. An diesem Freitag nun warf Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) dem Bund „ernste Versäumnisse“ vor. Er verstehe nicht, warum der Bund hier nicht schneller und umfangreicher gehandelt habe, sagte er im Stuttgarter Landtag: „Wir verlieren da leider wieder wertvolle Zeit.“

Spahn hatte zuvor in Berlin erklärt, es seien für alle Bürger ab kommender Woche ausreichend Tests vorhanden. Das werde nicht überall gleich an diesem Montag der Fall sein, aber viele Bundesländer hätten angekündigt, loslegen zu wollen. (frs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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