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Corona: Flughäfen stehen still – Pleitewelle droht

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Flughafen Frankfurt
Leere am Terminal 1 des Frankfurter Flughafens. Foto: Arne Dedert/dpa © Arne Dedert

Die Corona-Pandemie hat viele Auswirkungen auf das tägliche Leben. Und auch auf den Flugverkehr. Fast nichts geht mehr an deutschen Flughäfen. Deshalb droht eine Pleitewelle.

Hamburg – Eigentlich ist in den Hamburger Stadtteilen rund um den Flughafen Helmut Schmidt alle zwei bis fünf Minuten ein startendes oder landendes Flugzeug zu hören. Doch seit circa einem Jahr, seit die Corona-Pandemie die Hansestadt erobert hat, ist dort fast nicht zu hören. Am Samstag, 30. Januar, werden aus Hamburg-Fuhlsbüttel nur 14 Flugzeuge in die weite Welt abheben. In den aktuellen Zeiten ist das leider keine Ausnahme. Deutschlandweit steht der Flugverkehr nahezu still. Deshalb droht der gesamten Flugbranche eine Pleitewelle*. In den kommenden Jahren könnten bei den Fluggesellschaften 60.000 Arbeitsstellen wegfallen, teile der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft mit.

Im Gegensatz zu 2016 brach das Fluggasteinkommen um circa 75 Prozent ein. Und auch wenn die Branche sich laut BDL nach der Corona-Krise wieder erholen soll, werde dies Jahre dauern. Erst 2025 könnten die Fluggastzahlen wieder auf Vorkrisen-Niveau sein, so der BDL. Um der drohenden Pleitewelle entgegenzuwirken, kamen die Landesfinanzminister kürzlich zu einer Konferenz zusammen. Mit einem Corona-Hilfspaket in Höhe von einer Milliarde Euro wollen sie der Flugbranche helfen. Dem Vorschlag muss Bundesfinanzminister Olaf Scholz, der sich übrigens schon als zukünftiger Bundeskanzler* sieht, allerdings noch zustimmen. Denn der Bund soll anteilig 500 Millionen Euro zu dem Paket dazugeben. Unterdessen fordert Innenminister Horst Seehofer übrigens, dass der bundesweite Flugverkehr nahezu stillgelegt wird. Zumindest die Flüge aus Risikogebieten sollten demnach untersagt werden. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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