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Sonderrechte für Geimpfte? Söder wird im ZDF deutlich - und nennt Bedingung für Ende der Corona-Maßnahmen

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Von: Patrick Mayer

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Im ZDF: Bayerns Markus Söder verspricht Corona-Geimpften mehr Freiheiten als Nicht-Geimpften. Und der CSU-Politiker äußert sich zum Thema Lockdown.

München - Es ist im Hochsommer die große Debatte in der Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Dürfen zweimal gegen Corona geimpfte Personen in der Bundesrepublik künftig mehr als Nicht-Geimpfte beziehungsweise solche, die sich erst gar nicht impfen lassen wollen. Gemeinhin auch Impfverweigerer genannt.

Markus Söder: Corona-Geimpfte bekommen mehr Freiheiten als Nicht-Geimpfte

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wurde nun im „heute journal“ des ZDF deutlich. Konkret: Der CSU-Politiker stellte zweimal gegen das Coronavirus geimpften Bürgern „maximale Rechte“ in Aussicht, während er in Zukunft die Covid-19-Tests für Impfverweigerer nicht mehr durch den Staat zahlen lassen will. Und zwar ab dem Zeitpunkt, ab dem jeder Mensch in Deutschland ein Impfangebot erhalten habe.

Dies soll, so der ursprüngliche Plan der Bundesregierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), irgendwann Mitte September der Fall sein. „Wir wollen keinen Lockdown mehr. Wer zweitgeimpft ist, muss, egal bei welcher Inzidenz, Zugang zu Geschäften erhalten“, sagte der 54-jährige Franke. Heißt zum Beispiel: Bei Besuchen von Stadien im Fußball oder Kultur-Veranstaltungen dürften mittel- und langfristig „Geimpfte nicht mehr dazugerechnet werden“. Bei zweimal gegen das Coronavirus geimpften Personen wäre es „verfassungsrechtlich und vom Grundgesetz her nicht mehr gerechtfertigt, gleiche Beschränkungen aufzuerlegen“, meinte der bayerische Landeschef aus München.

Gleichzeitig forderte er klare Corona-Regeln für Deutschland angesichts der Erwartung, dass die Infektionszahlen im Herbst wieder steigen werden. „Wir dürfen nicht wieder überrascht werden, brauchen jetzt klare Regeln und müssen vorbereitet sein“, sagte Söder und forderte vehement „maximale Rechte für Zweit-Geimpfte, denn wir wollen die Impfbereitschaft erhöhen“.

Markus Söder: Bayerns Ministerpräsident nennt Bedingung für Ende der Corona-Maßnahmen

Eine mögliche Impfpflicht lehnt Söder indes weiter ab. „Natürlich müssen wir die Impfquote erhöhen, indem wir für Impfen werben“, meinte er. Den Bürgern müsse erklärt werden, „dass das Impfen mit mehr Rechten verbunden ist. Das ist der Anreiz, sich impfen zu lassen“. Söder rechnete zudem vor, wann die Corona-Beschränkungen in Deutschland bestenfalls ein Ende haben könnten. Und zwar, wenn die „Impfungen bei 85 Prozent liegen, bräuchten wir gar keine Maßnahmen mehr“. Jetzt gehe es darum, jedem klarzumachen, worum es gehe, sagte Söder: „Diese Ehrlichkeit hilft uns sehr, die Akzeptanz zu erhöhen.“ (pm)

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