„Reisen ja - aber bitte weiterhin mit Vorsicht“

Die Ergebnisse des Corona-Gipfels: Das sagt Spahn zu Reiseregeln und Impfzentren

Am Mittwoch (16.6) haben sich die Gesundheitsminister zu einem „Mini-Corona-Gipftel“ getroffen. Dabei haben sich ein paar Regelungen geändert - andere bleiben bestehen.

Berlin - „Mini-Corona-Gipfel“: Am Mittwoch haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern getroffen, um über die weiteren Coronamaßnahmen zu diskutieren. Dabei ging es unter anderem um die Testpflicht bei Flugreisen und die Zukunft der Impfzentren. Zuletzt war zur Debatte gestanden, die Impfzentren zu schließen.

Corona-Gipfel: Wie geht es mit den Impfzentren weiter? - Offenbar Bereitschaftdienst geplant

Wie geht es mit den Impfzentren weiter? In Deutschland sollen über den Sommer hinaus Impfzentren in Bereitschaft gehalten werden. Bund und Länder vereinbarten, dass die Länder ein entsprechendes Konzept entwickeln, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach den Beratungen mitteilte. Gewährleistet werden soll demnach ein Mindestbetrieb der Zentren. Bei Bedarf sollten sie auch schnell wieder hochgefahren werden. Der Bund sei weiter bereit, die Zentren mit zu finanzieren. Die Finanzierung der regionalen Impfzentren der Länder durch den Bund ist bisher nur bis Ende September vereinbart.

Bald ist es dann auch soweit: Der Start der Sommerreisesaison. Spahn rief im Hinblick darauf zu Vorsicht im Urlaub auf. „Reisen ja - aber bitte weiterhin mit Vorsicht und Umsicht“, sagte er. Die Gesundheitsminister hätten sich darauf verständigt, dass die Reiseregeln bis mindestens Mitte September weiter gelten sollten - „mindestens bis zum Ende der Reisezeit“, betonte Spahn. Er rief Reisende dazu auf, die Regelungen lückenlos zu beachten.

Corona-Gipfel: Welche Regelungen gelten? Wie geht es mit der Testpflicht auf Flugreisen weiter?

Spahn nannte die Quarantäne-Regeln noch einmal: Wer aus Risikogebieten zurückkehrt, muss 10 Tage in Quarantäne - außer man weist aktiv eine Negativtestung nach. Wer aus Hochinzidenzgebieten nach Deutschland einreist, muss 10 Tage in Quarantäne - frühestens nach 5 Tagen ist eine Freitestung möglich. Bei der Rückkehr aus einem Virusvariantengebiet gilt 14 Tage Quarantäne ohne Möglichkeit der Freitestung. Spahn sagte, die Regierung wolle die Virusvarianten so lange es geht aus dem Land halten.

Jens Spahn verkündete wie die weiteren Testregelungen aussehen werden.

Die Testregelungen bleiben ebenfalls bestehen: Auslandsurlauber müssen sich trotz der entspannten Corona-Lage weiter vor ihrer Rückkehr nach Deutschland auf das Coronavirus testen lassen. Die Gesundheitsministerkonferenz beschloss, dass sich Flugreisende vor dem Abflug nach Deutschland testen lassen müssen. Auch im Straßen- und Bahnverkehr soll es in der nun beginnenden Hauptreisezeit im Grenzbereich verstärkte Kontrollen geben.

Im Wesentlichen bleibt damit die aktuelle Teststrategie erhalten. Das flächendeckende zweimalige Testen pro Woche in Schulen und Kitas soll ebenfalls aufrecht erhalten bleiben. Über den Sommer solle zudem ein Konzept erarbeitet werden, auch die kostenlosen Bürgertests gegebenenfalls im Herbst und Winter fortzusetzen. Unternehmen werden verpflichtet, ihren in Präsenz arbeitenden Mitarbeitern zunächst bis Ende September regelmäßig ein Testangebot zu machen. (dpa/AFP)

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