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Kuriose PK in Österreich: FPÖ-Chef versucht mit allen Mitteln zu beweisen, dass er ungeimpft ist

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Von: Katarina Amtmann

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FPÖ-Chef Herbert Kickl reagierte auf Gerüchte, dass er sich heimlich gegen Corona habe impfen lassen. In Österreich kam es deshalb zu einer kuriosen Pressekonferenz.

Wien - An vielen Orten müssen Menschen einen 3G-Nachweis erbringen. Heißt: Wer beispielsweise in Bayern in ein Restaurant will, der muss zeigen, dass er gegen Corona geimpft, davon genesen oder negativ getestet ist. Mancherorts gilt sogar 2G. Ein Negativtest reicht dann nicht, nur eine Impfung oder eine Genesung von Covid werden akzeptiert. In Österreich kam es nun zu einem 2G-Nachweis der anderen Art: FPÖ-Chef Herbert Kickl wollte beweisen, dass er weder gegen Corona geimpft noch genesen ist.

Corona-Posse in Österreich: FPÖ-Chef will nachweisen, dass er nicht geimpft ist

Hat der Chef der rechtspopulistischen FPÖ sich heimlich gegen Corona impfen lassen? Solche Behauptungen versuchte Kickl am Freitag mit einem öffentlichkeitswirksamen Auftritt zu widerlegen. Ein ungewöhnlicher Schritt, den Kickl laut Spiegel mit dem Nachweis eines negativen Antikörpertests bei einer Pressekonferenz in Wien vollzog. Als Begründung gab er Gerüchte an, dass er sich heimlich gegen das Virus habe impfen lassen. Dies bezeichnete er als einen „Frontalangriff“ auf seine Glaubwürdigkeit.

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Hat sich FPÖ-Chef heimlich gegen Corona impfen lassen? Kickl will 2G-Nachweis liefern

Zuvor waren laut Spiegel Gerüchte aufgekommen, Kickl habe sich - anders als von ihm in der Öffentlichkeit dargestellt - doch impfen lassen. Er machte die konservative ÖVP für die Kampagne verantwortlich. Mit einem Video und einem negativen Antikörpertest wollte er die Behauptungen nun widerlegen. Außerdem reichte er Klage wegen Unterlassung ein. „Es geht nämlich ans Eingemachte, wenn Gerüchte und haltlose Anschuldigungen in der Öffentlichkeit erhoben werden, um damit die Glaubwürdigkeit eines politischen Mitbewerbers zu beschädigen.“ Doch das reichte der Regierungspartei von Kanzler Sebastian Kurz nicht. Sie forderte von Kickl eine eidesstattliche Erklärung, wie das Portal weiter berichtet.

In Österreich sind aktuell rund 60 Prozent vollständig gegen Corona geimpft. Für das Stocken der Impfkampagne macht die ÖVP Coronaleugner, die von der FPÖ unterstützt werden, verantwortlich. Das berichtet der Spiegel weiter. (kam)

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