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Kommt die Corona-Impfpflicht? Merkels Tourismusbeauftrager wird deutlich

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Angela Merkel sitzt im November 2021 mit Mundnasenschutz um Deutschen Bundestag in Berlin
Angela Merkel hatte in der Corona-Krise eine Impfpflicht wiederholt ausgeschlossen. © Florian Gaertner/Imago

In Österreich soll ab Februar eine allgemeine Corona-Impfpflicht gelten. Auch hier tobt die Debatte um sie. Die Lager stehen sich bisher unversöhnlich gegenüber.

Berlin - Die Corona-Lage in Deutschland ist nicht unter Kontrolle - es rollt bereits die vierte Welle. Das mache deutlich, dass eine Impfpflicht früher oder später nicht vermeidbar sei, findet nun Thomas Bareiß. Er ist Tourismusbeauftragte der geschäftsführenden Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

„Es war in der Rückschau betrachtet falsch, das nicht gleich von Anfang an zu sehen. Die damalige Hoffnung ist nachvollziehbar, aber war nicht realistisch“, sagte der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur dpa.

Tourismusbeauftragter von Merkel kritisiert Impfskeptiker scharf

Und weiter: „Für mich ist es politisch nicht mehr verantwortbar, dass ganze Branchen, Einzelhändler, Restaurantbetriebe, Clubs, Bars und die ganze Kino-, Kultur- und Veranstaltungsszene 20 Monate im staatlich verordneten Krisenzustand leben und vor großen Existenzängsten stehen, während sich andere die Freiheit nehmen, sich nicht zu impfen.“ Man habe bisher mit historischen Maßnahmen und Summen viele Unternehmen retten können. Auf Dauer gehe das nicht.

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte gesagt, er glaube, man werde am Ende darum nicht herumkommen. Vertreter von SPD und FDP lehnen eine bislang Impflicht ab. Dazu gab es für die Ampel-Parteien Kritik vom Virologen Christian Drosten.

Anti-Impfpflicht-Proteste in Österreich – Morddrohungen gegen Schallenberg

Österreich will die allgemeine Corona-Impfpflicht bereits im Februar einführen. Dessen Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) fürchtet indes eine weitere Radikalisierung der Gegner der Corona-Maßnahmen. Anlass seien die Ausschreitungen bei der Demo von rund 40.000 Menschen am Samstag in Wien.

Ein konkretes Beispiel für die Gewaltbereitschaft sei ein Brandanschlag auf ein Polizeiauto in Linz. Die beiden Tatverdächtigen hätten danach zugegeben, dass sie dabei die beiden Polizisten, die sie zuvor kontrolliert hätten, töten wollten. „Das ist ein Ausmaß an Radikalisierung, das in keiner Weise hinnehmbar ist.“ Es gebe Morddrohungen gegen den Kanzler und den Gesundheitsminister, sagte Nehammer. (dpa/frs)

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