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Impf-Regeln: Laschet widerspricht Söder und Spahn - und könnte sich am Ende blamieren

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Von: Sebastian Horsch

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Armin Laschet (li.) widerspricht Markus Söder beim Impfen - eine Blamage droht, warnt Sebastian Horsch.
Armin Laschet (li.) widerspricht Markus Söder beim Impfen - eine Blamage droht, warnt Sebastian Horsch. © IMAGO/Sven Simon/Marcus Schlaf/fn

Armin Laschet will im Wahlkampf nur niemanden vor den Kopf stoßen - auch beim Thema Impfen. Das könnte dem Kanzlerkandidaten auf die Füße fallen, kommentiert Sebastian Horsch.

Hoppla. Der Kanzlerkandidat widerspricht seinen Unionsfreunden Söder, Spahn und Brinkhaus. Wer sich nicht impfen lässt, soll – mit negativem Test – auch in Zukunft überall rein dürfen, fordert Armin Laschet. Dass er dabei eine entscheidende Frage ausblendet, könnte dem CDU-Chef allerdings noch auf die Füße fallen.

Corona-Impfungen in Deutschland: Es geht nicht nur um den eigenen Schutz

Klar ist: Jeder entscheidet selbst, ob er sich impfen lässt. Doch die Regierung – auch die künftige – muss natürlich ein Interesse daran haben, dass es möglichst viele Menschen tun. Denn anders als oft behauptet, geht es dabei eben nicht nur um den Schutz der eigenen Gesundheit.

Wer geimpft ist, infiziert sich seltener und schützt so diejenigen mit, die sich selbst nicht impfen lassen können. Er leistet einen Anteil, dass die Kliniken nicht wieder Behandlungen verschieben müssen, um Corona-Patienten versorgen zu können. Und er sorgt mit dafür, dass es neue Mutationen bei einer höheren Impfquote schwerer haben. Ein Antigen-Schnelltest kann nicht nur all das nicht, er ist auch relativ ungenau. Ob er trotzdem als gleichwertig durchgehen kann, hängt deshalb immer von der konkreten Gesamtsituation ab – und die könnte bis zum Herbst durchaus angespannter sein als heute.

Laschet blendet wichtigen Impf-Faktor schlicht aus - eine Blamage könnte folgen

Sollte die Politik dann vor der Frage stehen, ob wieder alle eingeschränkt werden, oder nur diejenigen, die sich trotz Möglichkeit nicht impfen lassen wollen, muss sie sich für Zweiteres entscheiden. Dass Armin Laschet das schlicht ausblendet, passt in sein Wahlkampfkonzept, bloß niemanden vor den Kopf zu stoßen. Am Ende könnte er aber – einmal mehr – ziemlich blamiert dastehen.

Sebastian Horsch

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