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„Wirtschaftsolm“: Nach Corona-Tweet zu Kindern - Böhmermann teilt gegen CDU-Chef Merz aus

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Von: Patrick Mayer

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Twitter-Watschn in der Corona-Pandemie: Satiriker Jan Böhmermann (re.) kritisiert CDU-Chef Friedrich Merz (re.) scharf.
Twitter-Watschn in der Corona-Pandemie: Satiriker Jan Böhmermann (re.) kritisiert CDU-Chef Friedrich Merz (re.) scharf. © Merkur.de-Montage/imago/photothek/Future Image

CDU-Chef Friedrich Merz nennt in der Corona-Pandemie eine Forderung. Satiriker Jan Böhmermann reagiert prompt und deutlich bei Twitter.

München/Berlin - Friedrich Merz hat in der CDU ein Zwischenziel erreicht. Nach dem Ende der Ära Angela Merkel und dem katastrophalen Ergebnis von Vorgänger Armin Laschet bei der Bundestagswahl 2021, ist der 66-jährige Sauerländer endlich Vorsitzender der Christlich Demokratischen Union Deutschlands. Am Montag (31. Januar) wurde Merz per Briefwahl mit über 95 Prozent der Stimmen der Mitglieder in diesem Amt bestätigt.

Kinder in der Corona-Pandemie: Friedrich Merz (CDU) fordert Lockerungen an Schulen und in Kitas

Schon in der vergangenen Woche hatte der vorherige Vorsitzende der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag, Ralph Brinkhaus, Platz gemacht, sodass Friedrich Merz nun CDU-Boss und Oppositionsführer im Parlament gleichermaßen ist. Ukraine-Krise, Klimapolitik, Coronavirus-Pandemie - in dieser Funktion attackiert der neue alte Hoffnungsträger der Konservativen die Ampel-Bundesregierung von Olaf Scholz (SPD) unermüdlich. Anfang der Woche formulierte der Westdeutsche nun einen Vorschlag zu möglichen Lockerungen in der Corona-Politik. Er tat dies bei Twitter - und kassierte über eben jene Social-Media-Plattform Kritik durch den Satiriker Jan Böhmermann (ZDF).

„Die #Pandemie hinterlässt vor allem bei Kindern und Jugendlichen immaterielle Schäden. Wenn wir weiter öffnen, sollten wir nicht bei Fußballstadien, sondern bei Unis, Schulen und Kindergärten beginnen. Bei Kindern hat #Corona bisher keine großen Schäden ausgelöst“, schrieb Merz in seinem Tweet.

Böhmermann entgegnete in einem Kommentar dazu harsch: „Schulen und Kindergärten würden sicher gerne ‚weiter öffnen‘. Leider sind (weil ungeschützt) da zur Zeit alle krank, in Quarantäne oder im Homeschooling wegen Clusterausbrüchen, Sie menschenentkoppelter Wirtschaftsolm.“

Kinder in der Corona-Pandemie: Inzidenzen an Schulen und in Kitas explodieren

Doch, wie sehen die Fakten aus? Es hilft ein Blick nach Bayern. Wie die Münchner tz berichtet, erreicht die Inzidenz bei Schülern immer neue Rekorde*.

Auch viele Lehrer müssten wegen Corona daheim bleiben und in Quarantäne. Wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag (31. Januar) mitteilte, sind demnach die sechs- bis elfjährigen Schüler mit einer Corona-Inzidenz von 3727 am stärksten betroffen. Dies sei ein Anstieg um etwa 70 Prozent im Vergleich zur Vorwoche, heißt es in dem Bericht weiter.

Im Video: Diese Covid-Symptome treten bei Kindern auf

Wie ebenfalls die tz und der Münchner Merkur zudem schreiben, hatten am selben Tag einzig in München 77 Kindertagesstätten (Kitas) wegen Corona entweder komplett oder zumindest teilweise geschlossen. Am vorherigen Freitag seien es sogar 147 Einrichtungen gewesen. Von 25. Januar bis einschließlich 31. Januar wurden laut dem Bericht 662 Kita-Kinder in der bayerischen Landeshauptstadt mit ihren knapp 1,6 Millionen Einwohnern positiv auf das Coronavirus getestet. (pm) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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