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Corona: Lauterbach will wichtige Entscheidungen nicht mehr RKI überlassen

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Gesundheitsminister: Karl Lauterbach (SPD) auf der Bundespressekonferenz.
Will nicht die politische Verantwortung für die Entscheidungen anderer Tragen: Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) © Michele Tantussi / POOL / AFP

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will wichtige Weichenstellungen in der Corona-Krise wie etwa die Verkürzung des Genesenenstatus künftig selbst vornehmen.

Berlin - «Über tiefgreifende Entscheidungen wie etwa den Genesenenstatus möchte ich selbst und direkt entscheiden. Sonst trage ich die politische Verantwortung für das Handeln anderer», sagte der SPD-Politiker der «Bild»-Zeitung am Mittwoch.

Das Robert Koch-Institut unter Lothar Wieler hatte den Genesenenstatus mit Wirkung vom 15. Januar unerwartet von sechs auf drei Monate verkürzt. Viele Bürger verloren damit quasi über Nacht ihr Recht, in Restaurants, Bars oder in Fitnessstudios zu gehen. Dass das RKI die Frist festlegt, sieht eine neue Verordnung zwar so vor, der Zeitpunkt kam dennoch überraschend. Vor allem die FDP kritisierte das Vorgehen des RKI und auch dessen Chef mit scharfen Worten. (dpa)

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