Bundeskanzlerin Deutschlands: Angela Merkel von der CDU.
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Bundeskanzlerin Deutschlands: Angela Merkel von der CDU.

Kanzlerin fordert Lehren aus Corona

„Nicht die letzte“: Angela Merkel warnt vor weiteren Pandemien - und macht zwei Vorschläge

  • Patrick Mayer
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Angela Merkel mahnt bei der Jahrestagung der WHO vor neuen Gefahren nach Corona. Und die Bundeskanzlerin Deutschlands unterbreitet mögliche Lösungsansätze.

München/Berlin - Wie gut war die Weltgemeinschaft auf die Coronavirus-Pandemie vorbereitet? Was hat Covid-19 gelehrt? Und wie kann die internationale Staatengemeinschaft künftig besser gewappnet sein?

Corona-Krise: Bundeskanzlerin Angela Merkel wirbt für internationalen Pandemie-Vertrag

Das alles ist Thema bei der Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), zu deren Beginn Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Videobotschaft eindringlich vor weiteren Pandemien nach Corona gewarnt hat. „Diese Pandemie ist noch nicht bewältigt; und sie wird auch nicht die letzte sein“, sagte Merkel. „Nach der Pandemie ist vor der Pandemie. Auf die nächste sollten wir möglichst gut vorbereitet sein. Das ist das Signal, das ich mir von dieser Weltgesundheitsversammlung erhoffe.“

Ziel müsse es künftig sein, „möglichst rasch reagieren zu können“, erklärte die 66-jährige deutsche Regierungschefin - und machte zwei Vorschläge an die Vertreter der Weltgemeinschaft. Zum einen schlug Merkel einen globalen Gesundheitsrat vor, der die Einhaltung der Gesundheitsvorschriften in den Mitgliedstaaten überprüfen könnte. Ferner machte sie sich für einen internationalen Pandemie-Vertrag stark, der eine bessere Kooperation zwischen den Ländern ermöglichen solle.

Coronavirus-Pandemie: Angela Merkel (CDU) will WHO finanziell und personell stärken

Merkel bekräftigte auch die Bedeutung der WHO. Die Corona-Pandemie habe vor Augen geführt, wie wichtig internationale Zusammenarbeit sei, meinte die Kanzlerin: „Die WHO sollte deshalb weiter eine Führungsrolle bei der globalen Gesundheitsvorsorge übernehmen.“ Und dafür solle die Weltgesundheitsorganisation finanziell und personell nachhaltig für künftige Aufgaben und Herausforderungen gestärkt werden.

Bei der Jahrestagung wollen die WHO-Mitglieder bis 1. Juni beratschlagen, wie die Schlagkraft der Organisation bei künftigen Gesundheitskrisen verbessert werden kann. Unter anderem soll die WHO unabhängiger und transparenter gemacht werden. Eine prominente Unterstützerin ist offensichtlich: Bundeskanzlerin Angela Merkel. (pm)

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