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Corona: Unionspolitiker bringt neues Schreckensszenario ins Spiel - Eltern dürften Sturm laufen

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Hohe Infektionszahlen in Deutschland: Gibt es im Zuge der Corona-Pandemie verlängerte Weihnachtsferien?
Hohe Infektionszahlen in Deutschland: Gibt es im Zuge der Corona-Pandemie verlängerte Weihnachtsferien? © Michael Weber/Imago

Während das Land die Corona-Infektionszahlen noch nicht in den Griff bekommt, äußert der Fraktionsvorsitzende der Union einen Vorschlag, der vielen Eltern sauer aufstößt.

Berlin - Während die Corona-Lage in Deutschland aufgrund der Infektionslage sowie der als Omikron bezeichneten neuen Mutation weiterhin angespannt ist, werden die Rufe von Wissenschaftlern und Politikern nach härteren Maßnahmen lauter. Ralph Brinkhaus, Fraktionsvorsitzender der Union im Deutschen Bundestag, bringt für eine Eindämmung der aktuellen Entwicklung einen Vorschlag ins Spiel, der bei vielen Eltern schulpflichtiger Kinder für Empörung sorgen könnte.

In einem Gespräch mit der Welt am Sonntag erklärte der CDU-Politiker: „Sollte sich die Lage noch verschlimmern, muss meines Erachtens auch darüber nachgedacht werden, die Weihnachtsferien überall ein bis zwei Wochen früher beginnen zu lassen, um die Kontakte zum Beispiel in den Schulen zu reduzieren.“

Corona: Werden die Weihnachtsferien vorgezogen und verlängert?

Was eine Schließung der Bildungseinrichtungen für Schüler bedeutet, dazu haben Ärzte und viele Wissenschaftler schon in früheren Stadien der Pandemie Stellung bezogen und davon gesprochen, dass Kinder die „wahren Verlierer“ seien. Auch aufgrund dessen, dass Schulschließungen auch für viele Eltern zumeist große berufliche Probleme mit sich bringen, gab es zudem vielfach Proteste und Wutschreiben an die Regierungen.

Dass sich vielerorts in Fußballstadien Tausende von Menschen versammeln, erzeugt ebenfalls vielerorts Unmut. Auch diese Kontakte kritisiert Brinkhaus: „Am letzten Wochenende waren über 400.000 Menschen als Zuschauer in den Fußballstadien, das ist einfach das falsche Signal.“ Fraktionskollege Markus Söder ließ bereits erkennen, dass neuerliche Geisterspiele auch außerhalb von Sachsen wieder ein Thema seien.

Neue Corona-Variante: Fraktionsvorsitzender der Union fordert Lockdown für Alle

Außerdem nimmt der 53-Jährige Stellung zu Vorwürfen, dass sich die scheidende Bundesregierung zu sehr auf den Wahlkampf fokussiert hätte, statt der Bekämpfung von Corona. Brinkhaus ist der Meinung, dass nicht nur die Politik, sondern auch Bevölkerung und Medien eine Fehleinschätzung der Lage getätigt hätten: „Es herrschte das breite Gefühl, jetzt wollen wir unser Leben zurückhaben. Und trotzdem ist es richtig, wir alle - Länder und Bund - hätten vorausschauender agieren müssen.“

Zudem äußert sich der Fraktionschef zum Thema neuerlicher Lockdown. Der sei seiner Ansicht nach nicht nur für Ungeimpfte nötig. Auf die Frage, ob wir in einen Lockdown für alle zurückkehren, lässt er wissen: „Ja, jetzt gilt es über 2G und 2Gplus hinaus massiv die Kontakte zu reduzieren (...). Zusätzlich zur ohnehin schon dramatischen Lage in unseren Kliniken erreichen uns jetzt die Nachrichten von der neuen Virusvariante in Südafrika. Die Lage ist blitzgefährlich, die Lage ist akut. Wir müssen sofort handeln.“

Mittlerweile scheint auch die nächste Bundesregierung unter Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) diesen Schritt in Betracht zu ziehen. (PF)

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